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Ereignisse
1934
April

HJ-Werbung beeinträchtigt katholische Jugendarbeit in Leverkusen-Wiesdorf

Aus Leverkusen-Wiesdorf wird am 24. April 1934 von einer „intensiven Werbearbeit an den Schulen für das Jungvolk“ berichtet, die bis zum 9. Mai andauern soll und das Ziel hat, alle Schulkinder dem Jungvolk bzw. dem BDM zuzuführen. Die Schulleiter sind verpflichtet, über den Erfolg der Werbung wiederholt amtlichen Bericht zu geben.

Als Folge der Werbeaktion wird befürchtet, dass den katholischen Jugendvereinen der Zuwachs verloren geht und sich die noch vorhandenen Gruppen der Jungschar auflösen. Der Leiter der örtlichen katholischen Knabenschule habe die Pfarrgeistlichkeit bereits gebeten, bis zum 9. Mai seitens der Religionslehrer die katholischen Jugendorganisationen bzw. die Jungschar nicht mehr in der Schule zu erwähnen.

Daher wird beim Erzbischöflichen Generalvikariat in Köln der Wunsch geäußert, dass es möglichst bald zu einem „Einvernehmen in Sachen der Jugendorganisationen“ zwischen kirchlichen und staatlichen Stellen kommt.

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