HJ entfernt Christuszeichen
In Lechnich entfernt die HJ in der Nacht 11./12. März 1934 unter Leitung ihres Führers Herrn Schulte von dem Platz vor dem katholischen Jugendheim auf kirchlichem Gelände ein großes Christuszeichen aus Holz, zersägt es und wirft es in den Stadtweiher. Gegenüber dem Pfarrer behaupten sie, auf Befehl gehandelt zu haben. Pfarrer Lemmen wendet sich daraufhin an den Ortsgruppenleiter Geile in Lechenich und fragt an, ob es einen entsprechenden Befehl gegeben habe.
Geile teilt ihm daraufhin am 15. März 1934 mit, dass die HJ nicht unter der Befehlsgewalt der politischen Leitung stehe, sondern eine selbständige Organisation sei.
Die Erhebung der öffentlichen Klage gegen die Täter wird vom Oberstaatsanwalt in Bonn am 12. Juni 1934 abgelehnt, „weil die Schuld der Täter gering ist und die Folgen der tat unbedeutend sind“. Hierbei sei insbesondere in Betracht gezogen, „dass es sich bei dem von den Tätern abgesägten und weggeschafften Px-Zeichen nicht um ein religiöses Zeichen, sondern nach seiner Verwendung in Lechenich lediglich um das Zeichen eines katholischen Jugendverbandes (der kath. Jungmännerschar in Lechenich) handelt, das einige tage vorher in provozierend wirkender Weise aus dem Hintergrund des Spielplatzes an die Straße gesetzt worden war“.