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Ereignisse
1934
März

Jungvolkführer befreit Jungen von Sonntagspflicht

Am Sonntag, den 11. März 1934 wird den 53 katholischen Jungvolkmitgliedern aus Himborn von Jungzugführer R. Jäger, einem 17-/18-jährigen Jugendlichen, die Teilnahme an einem Marsch nach Hülsenbusch befohlen. Dafür, so Jäger in einem Rundschreiben vom 8. März 1934, seien die Jungen von der Kirche befreit: „Sämtliche Jungs sind Sonntag von der Kirche befreit, und ich verlange, dass jeder da ist, denn sonst kann er bestimmt mit dem Ausschluss rechnen. Ebenfalls mache ich die Jungenschaftsführer verantwortlich, dass alle erscheinen. Sollte eine Jungenschaft nicht vollzählig erscheinen, so kann der Jungenschaftsführer damit rechnen, dass sein posten verloren geht. Nachmals ermahne ich zur Pünktlichkeit, denn Kirche entschuldigt am Sonntag nicht. Und sollte der Pastor sich am Sonntag beschweren, so schickt ihn nur ruhig zu mir.“

Das Rundschreiben, das an die 12-jährigen Jungenschaftsführer ergeht, wird sofort Pastor Schinker überbracht, der darüber einen empörten Bericht an das Erzbischöfliche Generalvikariat schreibt.

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