Druck auf katholische Jugendliche in Bonn zum Eintritt in HJ
Der Stammführer des Jungvolks aus Bonn-Kessenich erscheint am 8. Januar 1934 bei Kaplan Maassen in Endenich und teilt ihm mit, er sich beauftragt, „allen Pg. der NSDAP mitzuteilen, dass sie aus der Partei ausgeschlossen würden, wenn ihre Jungens in der katholischen Jungschar blieben, ohne dem Jungvolk beizutreten“.
Bei dem nämlichen Kaplan meldet sich auch die Mutter eines Jungen aus der Jungschar, die berichtet, sie müsse ihren Jungen leider abmelden, da ihr die für ihren Bezirk zuständige Frau von der NSV erklärt habe, sie habe nicht länger Anrecht auf Unterstützung, wenn der Junge nicht dem Jungvolk beiträte.
Der Druck auf die katholische Jugend wird zudem dadurch unterstützt, dass die HJ in Bonner Schulen das Plakat „Herr Generalpräses, erzählen Sie uns Ihre guten Witze“ aufgehängt hat.