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Ereignisse
1934
Juni

Duisburger Lehrer hetzt gegen katholische Jugend

Eine Reihe katholischer Eltern der Pfarrgemeinde Duisburg-Huckingen beschwert sich in einem Schreiben vom 3. Juni 1934 an das Erzbischöfliche Generalvikariat in Köln über einen Lehrer ihrer Kinder, den Hilfslehrer Paul Stroborn, dem sie nicht nur Alkoholmissbrauch vorwerfen, sondern auch Agitation für Jungvolk und BDM mit gleichzeitiger Herabsetzung der katholischen Jugendorganisationen. Vorgeworfen werden ihm folgende Äußerungen:

„1. Die Pastöre und Priester seien die größten Lügner, die je in die Welt gesetzt worden seien. Man sollte ja nicht glauben, was sie sagen.

2. Die Eltern, die ihre Kinder nicht ins Jungvolk bzw. nicht in den BDM schicken, seien Kommunisten oder Zentrumsleute und reif fürs Konzentrationslager.

3. Die Kinder, die noch in den Klümpchensklub der Jungschar der St. Georgspfadfinder blieben, und die Mädchen, die nicht im BDM seien, würden zu Ostern nicht versetzt aus eben diesem Grunde.

Gegen diese Äußerungen erheben die Eltern „energischen und schärfsten Protest“.

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