Düsseldorfer HJ-Führer: HJ gewährleistet Gottesdienstbesuche
Oberstudienrat Willmeroth aus Düsseldorf berichtet am 7. Februar 1934 an das Kölner Generalvikariat:
„Vor wenigen Tagen redete vor den Schülern meiner Schule der Oberbannführer der Hitler-Jugend Lücke. Er suchte in der üblichen Weise die Notwendigkeit der Auflösung der konfessionellen Bünde zu beweisen und sagte u.a., dass die HJ den Besuch der Sonntagsmesse ermögliche. Bei der Tagung der HJ in Köln [vermutlich das große HJ-Treffen Mitte Oktober 1933 in Köln] hätten sie bei der bischöflichen Behörde die Abhaltung einer Feldmesse (er betonte: einer katholischen Messe) beantragt. Das sei abgeschlagen worden, und infolgedessen seien die Jungen nicht zur Messe gekommen. Die Schüler sollten also selbst entscheiden, woher die Schwierigkeiten kämen. Da der Herr auch vor den Schülern der anderen höheren Schulen dasselbe behaupten wird und mir damals die Sache wesentlich anders dargestellt worden ist, bitte ich das Hochwürdigste Erzbischöfliche Generalvikariat, mir eine amtliche Darstellung des Sachverhaltes zur Verfügung zu stellen.“