"Dem Schmutzfink und Hetzer Lauterbacher das Großmaul stopfen"
Ein Brief an den Kölner Erzbischof vom 7. April 1934, der mit „Ein Kölner Katholik“ unterschrieben ist, kritisiert die HJ-Zeitung „Die Fanfare“ in scharfem Ton und fordert, „diesem Schmutzfinken und Hetzer Lauterbacher“ [gemeint ist der Führer des Obergebietes West und Herausgeber der „Fanfare“, Hartmann Lauterbacher] das „Großmaul“ zu stopfen:
„Anliegend ein Exemplar der ‚Fanfare‘ ergebenst übersandt mit der dringenden Bitte, diesem Schmutzfinken und Hetzer Lauterbacher durch den Herrn Reichskanzler Hitler, der mit diesen Machwerken wohl nicht einverstanden ist, das Großmaul stopfen zu lassen.
Es ist unerhört, wie in einer überwiegend katholischen Stadt wie Köln sich ein kleiner Sprechchor von halbwüchsigen jungen Mädchen auf dem Heumarkt in den letzten Tagen herausnehmen konnte, dieses schon die Jugend verhetzende Blatt anbieten zu können.“