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Ereignisse
1943
Juni

Bericht zu „wehrgeistiger Erziehung“ in Schulen

In einem Tätigkeitsbericht des „Hilfsoffiziers für Schulfragen” in Detmold an den Standortoffizier in Detmold heißt es am 19. Juni 1943:

„A. Wehrgeistige Erziehung, Vorträge von Frontsoldaten.

Folgende Veranstaltungen von Frontsoldaten, Frontberichte und Vorträge wurden vermittelt und vorbereitet:

1. Unteroffizier Strate, Inf. Nachr. Ausb. Kp. 69, sprach in der Zeit vom 7.12. bis 12.12.1942 in den Berufs- und Oberschulen des Landes Lippe nach einem täglich festgelegten Vortragsplan über das Thema: „Stoßtruppunternehmen auf Kloster Odynka”. Die Vorträge fanden starken Beifall und waren eindrucksvoll.

2. Veterinär Dr. Meyer, Barntrup, Vet. Komp. 223, hielt in der Zeit vom 28.1.1943 — 8.2.1943 in Barntrup, Bega, Sonneborn, Eschenbruch, Vorträge über Einsatz und Tätigkeit einer Veterinärkampanie. Die Vorträge fanden in der Volksschule statt.

3. Anfang Mai sprach Oberstleutnant Hoeke, Kommandeur des Grenadier-Rgts. 18 in Detmold vor der HJ. und den Schülern der Berufs- und Höheren Schulen über seine Fronterlebnisse. Es nahmen ca. 1000 Jugendliche daran teil.

B. Wehrgeistige Werbemaßnahmen

1. In der Zeit vom 17. bis 21. Mai 1943 besichtigten sämtliche Schüler des Jahrgangs 1926, zusammen 700 Jugendliche, in Abteilungen von je 100, den Fliegerhorst in Detmold und hörten den Vortrag des Flieger-Oberleutnants Schwarz über seine Kriegserlebnisse als Aufklärungsflieger an allen Fronten.

2. Im Einvernehmen mit dem Nachwuchsoffizier Inf. Ers. Batl. 18 Bielefeld, Oberleutnant Janssen, wurden die Schüler der Höheren Schulen und der Berufsschulen in Kenntnis gesetzt von den Maßnahmen zur Bewerbung für die Offiziers-Laufbahn (Heer).

3. An Werbeschriften kamen folgende Drucksachen zur Verteilung: a. „Bilder der Woche”, 6 Folgen im Zusammenhang mit dem „Hilf mit” Schülerwettbewerb „Der Kampf im Osten”, b. Die Höheren Schulen erhielten die Hefte „Flakartillerie ruft auch dich” für Anwärter der Offiziers-Laufbahn der Flak-Artillerie. Die Zeitschrift „Soldaten Kameraden” wurde regelmäßig allen Schulen zugestellt.

4. Ferner wurden in den Schulen verteilt: Werbebildplakate „Ritterkreuzträger sprechen zur Hitler-Jugend”, „Vom Hitlerjungen zum Offizier des Heeres—Dein Weg”, Postkartenserie: „Offizier im Kampf, Bildplakate: „Panzergrenadiere, junge Waffe — alte Tradition, Fotopäckchen: „Pioniere”, „Infanterie”, „Infanterie — Königin aller Waffen”.

5. Die Zeitschrift „Unser Heer”, 3. Sonderdruck, wurde in größerer Anzahl an allen Schulen zur Verteilung gebracht.“

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