Hoher Organisationsgrad lippischer Lehrer
Im Juni 1934 stellt sich die Die Zugehörigkeit der lippischen Volksschullehrerschaft zu nationalsozialistischen Organisationen folgendermaßen dar:
Rektorats- Zahl der Keiner NS- NSDAP SA NSDAP/SA SS SS BDM, HJ, NSV
bezirke Lehrkräfte Organisation (Doppelmit- (fördernd) NSKK, NSStB etc.
angehörend gliedschaft)
Barntrup 39 14 20 14 10 — — 1
Blomberg 36 8 12 19 6 — — 3
Bösingfeld 30 6 6 20 5 — — 3
Detmold 39 15 21 11 9 1 — 2
Hohenhausen 41 6 21 26 15 — — 3
Horn 39 12 22 18 13 — — —
Lage 48 22 10 24 8 — — —
Lemgo 52 17 11 25 5 — 1 3
Leopoldshöhe 26 10 8 15 7 — — —
Oerlinghausen 33 4 9 18 3 — — 5
Pivitsheide 33 18 5 12 3 — — 1
Remmighausen 25 11 10 5 3 — — 2
Bad Salzuflen 46 21 9 8 4 — 12 —
Schwalenberg 27 9 7 12 3 — — 2
514 173 171 229 94 1 13 25
Zum Zeitpunkt des Parteieintritts in die NSDAP sind folgende Angaben überliefert: Zwischen dem 1. Juli 1926 und dem 31. Dezember 1932 waren zwölf lippische Volksschullehrer Mitglied der NSDAP geworden. Unter den Lehrern war Karl Stiller aus Bad Salzuflen das älteste Parteimitglied. Er hatte sich bereits am 1. Juli 1926 der NSDAP angeschlossen, war dann aus der Partei wieder ausgetreten und am 1. Juli 1932 wieder eingetreten. Stiller wurde später Bezirksrektor und im Oktober 1937 Schulrat des Kreises Lemgo. Sein Amtskollege, Rektor Erwin Kaul, war am 1. Juli 1928 in die NSDAP eingetreten. Er wurde, ebenfalls im Oktober 1937, zum Schulrat des Kreises Detmold ernannt. Mit den Schulräten Stiller und Kaul waren zwei „alte Kämpfer” der nationalsozialistischen Bewegung an die Spitze der lippischen Schulverwaltung getreten. In den Monaten Januar - April 1933 waren 20 Lehrer in die NSDAP eingetreten. Die Eintrittswelle erreichte am 1. Mai 1933 ihren absoluten Höhepunkt. An diesem Tage traten von den in Lippe tätigen 472 Volksschullehrern 140 der NSDAP bei. Danach wurde für lange Zeit ein Aufnahmestopp verfügt.