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Ereignisse
1934
Mai

Schulische Werbestunde für die HJ

Ende 1933 setzt auch in den lippischen Schulen verstärkt die Werbung für die HJ ein. Die Schulen stellen „zur Propaganda und Aufklärung” monatlich eine Schulstunde zur Verfügung, in der HJ-Führer diejenigen Schüler und Schülerinnen, „die noch nicht in unseren Reihen stehen”, für die HJ zu gewinnen versuchen.

Weil es in Lippe in dieser Hinsicht offenbar Mängel gibt, richtet die dortige Obergauführerin am 4. Mai 1934 folgendes Schreiben an Landesschulrat Wollenhaupt:

„Sehr geehrter Parteigenosse!

Wir haben von der Hitlerjugend seit etlichen Monaten im ganzen Reich so auch in Westfalen eine Schulstunde eingesetzt, die wir zur Propaganda und Aufklärung für die übrigen Schüler und Schülerinnen, die noch nicht in unseren Reihen stehen, veranstalten. Diese Schulstunde ist uns einmal im Monat von der Schulbehörde genehmigt worden. Daran beteiligt sich die ganze Schule.

Sie wird zusammengefasst in der Aula, und die Ausgestaltung übernimmt der jeweilige Vertrauensmann der Hitlerjugend selbständig.

Ich möchte Sie doch hiermit bitten, bezugnehmend auf die Unterredung, die Sie bereits deswegen mit dem Oberbannführer Gert Breipohl gehabt haben, doch den Schulbehörden die Aufforderung zu geben, diese Hitlerjugend-Stunde in Ihrer Schule durchzuführen. Gerade die Schulen in Lippe haben oft sehr wenig Verständnis für die Hitlerjugend, und unsere Mädel und Jungen haben es dadurch nicht leicht. Ich hoffe bei Ihnen auf eine Unterstützung.“

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