Schulungsarbeit der HJ in Lippstadt
Am 13. Dezember 1934 schreibt der Lippstädter Bürgermeister auf eine entsprechende offizielle Aufforderung der HJ Folgendes über die Schulungsarbeit der HJ:
„Die Hitlerjugend hat es sich zur besonderen Aufgabe gemacht, die heranwach- sende Jugend in den nationalsozialistischen Staat einzufugen und sie mit nationalsozialistischem Geiste zu durchdrungen. Die Jugend soll ja später das in der großen Revolution des vergangenen Jahres wiedergeborene junge Deutschland übernehmen und die Arbeit der Alten zielbewusst fortsetzen; sie soll das Werk zur wirklichen Vollendung bringen, das der Führer begonnen hat: Schaffung eines großen freien Deutschland, frei von den Mängeln, unter denen die ältere Generation aufwuchs und die ihr nun einmal anhaften.
Um zu diesem idealen Ziel zu gelangen, muss das junge Deutschland in besonderer Weise geschult und herangebildet werden. Die hiesigen Formationen der HJ haben diese ihre Aufgabe schon früh erkannt und sich mit den erforderlichen Schulungsarbeiten tatkräftig und mustergültig beschäftigt, hierbei nach Art des jungen Nationalsozialismus alle Hindernisse überwindend, die sich in den Weg stellten, unwiderstehlich die Herzen der noch Säumigen - sowohl der Eltern als der Kinder - gewinnend. Willig und ohne genötigt zu werden, lediglich dem anspornenden Beispiel der jugendlichen Genossen folgend, stellt sich die Jugend unter die ihr gegebene Führung, ihren Geist aufnehmend. Ich kann nicht umhin, das erfolgreiche, werbende und schulende Wirken der hiesigen HJ-Führung gebührend anzuerkennen und ich wünsche dieser Führung, dass es ihr recht bald gelingen möge, die der HJ noch Fernstehenden für sich zu gewinnen.“