Misserfolge bei KLV-Werbung
Am 14. September 1943 werden nach den Luftangriffen im Juni und Juli 1943 in einer Bestandsaufnahme zur Situation der höheren Schulen die Zahlen der verschickten Schüler ermittelt und in einem „Bericht zur Wiederaufnahme des Unterrichts an den höheren Schulen in der Hansestadt Köln“ wiedergegeben:
„Eingerechnet in die angegebenen Schülerzahlen sind außerdem die in KLV-Lagern befindlichen Kinder, wobei es sich ausnahmslos um Jungen handelt.
Verschickt haben
a) die Oberschule Kreuzgasse 136 Schüler mit 5 Lehrkräften
b) die Oberschule Spiesergasse 83 Schüler mit 4 Lehrkräften
c) die Oberschule Hansaring etwa 105 Schüler mit 4 Lehrkräften
d) die Oberschule Lindenthal 124 Schüler mit 6 Lehrkräften
e) das Gymnasium Mülheim 80 Schüler mit 4 Lehrkräften.
Die vor Beginn des Unterrichts durchgeführte Werbung für die KLV-Lager hatte nur einen sehr geringen Erfolg, so dass weitere Verschickungen außer den oben angegebenen und vor den Großangriffen durchgeführten nicht möglich waren."
„Die Meldungen zur Kinderlandverschickung waren an den höheren Schulen verhältnismäßig gering. Immer wieder zeigt sich, dass die Eltern mit ihren Kindern lieber in Köln verbleiben, als dass sie sich in Ausweichgebiete verschicken lassen. Es mehren sich die Fälle, in denen Eltern nach Köln zurückkehren. Infolgedessen ist der Schulbesuch, den Umständen entsprechend, noch recht beträchtlich. Die Lehrer an den Anstalten sind durchschnittlich noch voll beschäftigt und ihre Zahl kann kaum verringert werden.“