Menü
Ereignisse
1943
Mai

Verstärkte Werbung für klassenweise Verschickung

Durch einen Erlass des Oberpräsidenten der Rheinprovinz werden die Lehrer der höheren Schulen am 7. Mai 1943 aufgefordert, bei Schülern und Eltern „mit aller Kraft“ für die geplante geschlossene Verschickung der Klassen 1 - 5 zu werben. Den Eltern solle vor allem deutlich gemacht werden, dass die „unterrichtliche Betreuung der verschickten Schüler“ gesichert sei, während für eine Unterrichtung der zurückgebliebenen Kinder „keine Gewähr“ übernommen werden könne.

„Die Lehrer(innen) haben ihre Schüler(innen) zu begleiten.“ Dies gilt auch für die Schulleiter, sofern nicht „außerordentliche Verhältnisse“ ihn daran hindern. Die Schulen sollen über die Zahl der verschickungsbereiten Schüler Bericht erstatten.

Am 13. Mai 1943 muss das Realgymnasium Köln-Nippes allerdings mitteilen: „Trotz lebhafter Werbung haben sich nur 38 Eltern mit der KLV einverstanden erklärt, so dass eine klassenweise Verschickung z.Zt. nicht in Frage kommt.“

Baum wird geladen...