Der Landrat berichtet aus Tecklenburg
Am 3. September 1934 überreicht der Landrat des Kreises Tecklenburg seinen Lagebericht zur politischen Lage im August 1934 an den Regierungspräsidenten in Münster. Hierin heißt es:
„1. Allgemeine Übersicht über die Innerpolitische Entwicklung.
Das Ergebnis der Abstimmung im Kreise Tecklenburg ist ungewöhnlich schlecht. Es hat in erschreckender Weise gezeigt, dass der Nationalsozialismus im hiesigen Kreise eher zurückgegangen ist, als dass er Fortschritte gemacht hätte. Während sich am 12. November 1933 noch 96,4% aller abgegebenen Stimmen zu Adolf Hitler bekannt haben, waren es am 18. August 1934 nur 76,4%. Damit liegt der Kreis ganz erheblich unter dem Reichsdurchschnitt mit fast 90%. Aber nicht einmal der Durchschnitt des Wahlkreises Westfalen - Nord ist erreicht worden. Während hier 4 Ja-Stimmen einer Nein-Stimme gegenüber stehen, ist das Verhältnis im Kreise Tecklenburg 3,9 zu 1.
Wie es in den einzelnen Gemeinden des Kreises ist, darüber gibt die nachstehende Zusammenstellung Auskunft:
1. Lotte (evangel.) 18.6
2. Westercappeln (evgl.) 13.4
3. Ledde (evgl.) 13.2
4. Leeden (evgl.) 9.9
5. Tecklenburg (evgl.) 9.2 (13.6)
6. Wersen (evgl.) 8.2
7. Lengerich (evgl.) 7.8
8. Lienen (evgl.) 6.6
9. Ladbergen (evgl.) 5.2
10. Bevergern (kath.) 5
11. Hopsten 4.8
12. Dreierwalde 2.8
13. Mettingen (1/4 evgl. 3/4 kath.) 2.8
14. Land Jbbenbüren desgl. 2.6
15. Stadt Jbbenbüren (1/3 evgl. 2/3 kath.) 2.5
16. Schale (evgl.) 2.3
17. Hörstel (kath., evgl. Diaspora) 2.1
18. Brochterbeck (1/5 evgl. 4/5 kath.) 1.9
19. Riesenbeck (kath.) 1.8
20 .Recke (1/5 evgl. 4/5 kath.) 1.8
21. Halverde (kath.) 1
Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Abstimmung in den rein katholischen Gemeinden des Kreises sehr viel schlechter ausgefallen ist, als in den evangelischen Gemeinden, mit Ausnahme der evangelischen Gemeinde Schale. Denn die ersten 9 Gemeinden sind rein evangelisch, 10 bis 12 rein katholisch. Die Gemeinden 13 bis 15 sind konfessionell gemischt, Nr. 16 ist wieder rein evangelisch, 17 und 18 sind konfessionell gemischt, 19 ist wieder rein katholisch Nr. 20 konfessionell gemischt und Nr. 21 rein katholisch.
Geht man den Gründen nach, aus denen in den hiesigen Gemeinden so schlecht gestimmt worden ist, so wird man bei den katholischen Gemeinden feststellen müssen, dass der Einfluss der katholischen Kirche auf die Bevölkerung mitgewirkt hat, die wegen der Frage der Jugenderziehung, der Arbeiter- und Gesellenvereine offenbar in Unruhe gehalten wird. Man wird aber vorsichtig sein müssen und die Schuld nicht allein auf diese Umstände schieben dürfen. Denn wir finden auch katholische Gemeinden, die verhältnismäßig gut gestimmt haben, wie Bevergern mit einem Verhältnis von 5:1 und Hopsten mit einem Verhältnis von 4,8 : 1. Diese Gemeinden haben damit den Durchschnitt der vier ‚besten‘ katholischen sehen Kreise des Münsterlandes erreicht. Es ist nämlich das Verhältnis der Ja- zu den Nein-Stimmen im Kreise Borken 5:1, Lüdinghausen 4,6 : 1, Coesfeld 4,3 : 1, Beckum 4,1 : 1. Außerhalb des Münsterlandes ist ganz überraschend das Ergebnis der Abstimmung in dem zum Weser-Eins-Kreis gehörigen, immer als sehr schwarz verschrienen Landkreise Meppen, wo ein Verhältnis von 6,6 : 1 festgestellt werden muss.
Wie das Ergebnis durch äußere Umstände gedrückt werden kann, dafür ist die Stadt Tecklenburg ein Beweis. Das Stimmverhältnis ist hier 9,2 : 1. Es ist erheblich verschlechtert worden durch die auf Stimmscheinen wählenden Ausflügler, welche die Organisation ‚Kraft durch Freude‘ an dem Wahlsonntag nach Tecklenburg gebracht hat. Diese haben gewählt am Schlossberg und in der Rektoratsschule und hatten bei 737 Ja-Stimmen 115 Nein-Stimmen abgegeben. Wären die Ausflügler am Wahltage nicht in Tecklenburg gewesen, dann wäre das Verhältnis 13,6 : 1 gewesen, während es so auf 9,2 : 1 herabgedrückt worden ist.
Dass die auch in der evangelischen Kirche bestehende Unruhe die Abstimmung gedrückt hat, möchte ich nicht glauben. Denn im Allgemeinen bringt die evangelische Bevölkerung und bringen mit ihr die evangelischen Geistlichen dem Führer und Reichskanzler Verehrung entgegen, wenn schon sie zum weitaus größten Teil die Deutschen Christen ablehnen. Einen Beweis für die Richtigkeit meiner Auffassung ergibt die rein evangelische Gemeinde Lotte. Die Gemeinde, bei der das Stimmverhältnis am günstigsten ist, hat wider ihren Willen einen zu den Deutschen Christen gehörigen Pfarrer bekommen. Seine Anhängerschaft in der Gemeinde ist ganz gering. Trotzdem hat die Gemeinde Lotte das beste Stimmverhältnis aufzuweisen. Wenn die evangelische Gemeinde Schale so auffallend schlecht gestimmt hat, so ist das wie ich unten noch zeigen werde, auf andere Umstände, als den Kirchenstreit zurück-zuführen. Zwar war in dieser Gemeinde kürzlich eine gewisse Beunruhigung infolge der Abrufung des stellvertretenden Pfarrers eingetreten. Man fürchtete, dass der neue Vertreter den Deutschen Christen angehören könne. Doch ist die Beunruhigung durch den evangelischen Pfarrer aus dem benachbarten Orte Recke, einem Anhänger ebenfalls von ‚Evangelium und Kirche‘, einige Tage vor dem Wahlsonntag beseitigt worden.
Neben den kirchlichen Einflüssen, die in den katholischen Gemeinden das Abstimmungsergebnis verschlechtert haben, wird man allgemein als eine der Ursachen des Stimmungswechsels auch noch die Missstimmung der Bauernschaft wegen der Regelung der Milch- und Eierwirtschaft und ihre Unzufriedenheit mit dem Erbhofgesetz anzusehen haben.
Mit der Stellung des Kirchenvolkes und der Bauernschaft allein kann man aber m. E. den schlechten Ausgang der Abstimmung nicht erklären. Vielmehr spielen dabei weitere Umstände eine Rolle. Sie sind zu suchen bei einzelnen führenden Persönlichkeiten der NSDAP, die es nicht verstanden haben und auch nie verstehen werden, sich in der Bevölkerung das nötige Vertrauen und die nötige Achtung zu erwerben.
So kann man hier die Unterschlagungen des früheren Kreisleiters der N.S.-Hago, wie auch des früheren Kreisleiters der NSBO. nicht vergessen. Gerade in Arbeiterkreisen wird deshalb noch viel über diese Leute geschimpft mit dem Bemerken: ‚Da sieht man wieder, was mit den sauer verdienten Arbeitergroschen gemacht wird.‘ Es verdient hervorgehoben zu werden, dass der neue Kreisleiter der Arbeitsfront sich die größte Mühe gibt, das Ansehen wieder herzustellen.
Über den Kreisamtsleiter der NSV. habe ich mich in meinem vorigen Bericht schon dahin geäußert, dass es sich bei ihm um eine Persönlichkeit handelt, die durch ihr taktloses Auftreten außerordentlich viel Unheil in der Stimmung der Bevölkerung anrichtet. Über ihn berichtet der Bürgermeister zu Lengerich folgendes: ‚Der hiesige Ortsgruppenleiter klagt über das mangelnde Verständnis, das der Kreisamtsleiter der NSV. örtlichen Verhältnissen gegenüber zeige. Er sei deshalb ebenso wie fast alle anderen Ortsgruppenleiter des Kreises mit dem Kreisamtsleiter Amelung aneinandergeraten.‘
Eine andere Persönlichkeit, an der in weiten Kreisen der Bevölkerung und auch der Parteigenossen immer wieder Anstoß genommen wird, ist der Qrtsgruppenleiter und Qrtsschulze in Lienen, Beckmann. Über ihn werden, und zwar gerade aus Reihen alter Parteigenossen heraus, Vorwürfe bedenklichster Art erhoben, ohne dass bisher seitens der Partei für eine Bereinigung der Angelegenheit Sorge getragen wäre. Mit welcher Missachtung man diesem Manne begegnet, dafür ist bezeichnend ein Schreiben des Kriegervereins in Lienen, das ich im Wortlaut hier folgen lasse :
‚Lienen i/W., den 23. August 1934.
Kriegerverein Lienen i/W.
An den Herrn Gemeindeschulzen E. Beckmann
Lienen - Hoeste i./W.
In Übereinstimmung mit dem Führerrat des Krieger-Vereins lehnen wir es ab, die von Ihnen den Altveteranen unseres Vereins zugedachten Spenden diesen zu übermitteln. Wir können es mit der Stellung und dem Ansehen unseres Vereins sowie der Soldatenehre unserer Mitglieder nicht vereinbaren, den von uns hochgeachteten Altveteranen zuzumuten, Spenden aus der Hand eines Mannes entgegenzunehmen, dessen Ehre und Ansehen durch die verschiedensten Vorgänge in der breiten Öffentlichkeit zutiefst vernichtet sind.
Heil Hitler‘ (…)
Mit dem Ehrenbürgermeister zu Lienen bin ich der Meinung, dass das schlechte Ergebnis der Abstimmung in Lienen zu einem nicht geringen Teil darauf zurück-zuführen ist, dass man dem Gemeindeschulzen und Ortsgruppenleiter so grösser Verachtung entgegenbringt.
Man hat auch bis weit in die Reihen der Parteigenossen hinein kein Verständnis dafür, dass die Partei gegen Beckmann nichts unternimmt. Meine Anfragen werden damit beantwortet, das Parteigericht befasse sich mit der Sache. Meine fernere Anregung, die Angriffe gegen Beckmann dem Staatsanwalt zu unterbreiten, findet Ablehnung, weil man angeblich Pgn. dem Strafrichter nicht übergeben darf. Auch mein als Aufsichtsbehörde gegebener Rat. Beckmann möge doch das Disziplinarverfahren gegen sich beantragen, wird nicht befolgt. Im Interesse der Staatsautorität wird mir schließlich nichts übrig bleiben, als selbständig, ohne Rücksicht auf die Partei, gegen den Ortsschulzen vorzugehen. Geduld habe ich bisher mehr gezeigt, als zu verantworten ist.
Gleich Beckmann gehört auch der Ortsgruppenleiter in Recke, der Bauer Verlemann, nicht auf seinen Posten. ‚Das große Ziel der Volksbefragung übersehend - so berichtet der Bürgermeister -waren die Nein-Stimmen dieses Volksteils (der die Ortsführung ablehnt) nicht gegen den Führer, wohl mehr gegen die Qrtsleitung der PO. gerichtet.‘ Allerdings spielt in Recke auch noch das Auftreten des SS.-Truppführers Ehlers eine Rolle, der vor einigen Wochen mit 8 weiteren SS.-Leuten auf den Hof des Bauern Meymann rückte, um von diesem, der seinen der SS. angehörigen Knecht entlassen hatte, den Betrag von 150,- RM bezw. eine entsprechende Anzahl von Stahlhelmen zu erpressen. Ehlers wohnt als Steuersekretär in Ibbenbüren und genießt dort ebenso wenig wie der SS.-Sturmführer Scheidt in weiten Kreisen der Bevölkerung die erforderliche Achtung. Wie ich durch Rücksprache mit namhaften Persönlichkeiten, auch aus Reihen der Parteigenossen, festgestellt habe, ist das Auftreten dieser beiden Persönlichkeiten, die wiederholt in üble Schlägereien verwickelt waren, durchaus nicht geeignet, das Ansehen der Partei zu heben. Beide werden von der Bevölkerung abgelehnt und haben, wie mir immer wieder gesagt worden ist, ihr gerüttelt Maß Schuld an der schlechten Abstimmung.
Und schließlich muss ich noch auf den Kreisbauernführer Lindhorst in Schale hinweisen. Er ist auf seinen Posten gekommen, weil er schon längere Jahre der Partei angehört, wird aber - auch darüber habe ich mich bereits geäußert - von den Bauern, vor allem in seinem Heimatort Schale abgelehnt. Bezeichnend für ihn ist folgender Vorgang:
Ein Schalenser Bauer lieferte den in einem besonderen Lager untergebrachten Notstandsarbeitern aus Bottrop die Milch zu 9 Pfennigen das Liter. Als Lindhorst hiervon erfuhr, erklärte er das für unzulässig. Unter der Behauptung, dass für die Milch 18 Pfennig zu zahlen seien, ordnete er dann die Milchlieferung durch seinen Hof an.
Ich habe es für nötig gehalten, dem Kreisleiter der N.S.D.A.P. von dieser eigenartigen Auffassung über den Satz ‚Volksnutz geht vor Eigennutz‘ Mitteilung zu machen, ohne dass bisher m. W. in der Angelegenheit etwas geschehen ist. Das ungewöhnlich schlechte Wahlergebnis in der Gemeinde Schale ist nicht zuletzt auf die allgemeine Ablehnung des Lindhorst zurückzuführen.
In der Gemeinde Halverde sind sogar mehr Nein-Stimmen als Ja-Stimmen abgegeben worden. Es ist möglich, dass auch hier die Ursache zu einem sehr großen Teil in der Ablehnung des Dorfschulzen zu finden ist. Angeblich sollen diesen schmutzige Wechselgeschäfte in der Achtung der Bevölkerung heruntersetzen. Treffen die Behauptungen zu, so muss der Schulze selbstverständlich von seinem Posten entfernt werden, auf den ich ihn nach Rücksprache mit dem Kreisleiter der N.S.D.A.P. seiner Zeit berufen habe.
Ob der Kreisleiter der N.S.D.A.P. gleich mir den schlechten Ausfall der Abstimmung auch in der Auffassung der Bevölkerung über die vorstehend aufgeführten und auch weitere, von mir noch nicht erwähnte Persönlichkeiten findet, ist mir zweifelhaft. Aus einer Besprechung, die ich mit ihm in dieser ernsten Frage gehabt habe, glaube ich vielmehr schließen zu müssen, dass er den schlechten Ausfall allein auf ‚Reaktion‘ und ‚Pfarrernotbund‘ zurückführt. Zum Teil mag er Recht haben, zum größeren Teil müssen aber wohl die miserablen Stimmergebnisse auf das Verhalten einer ganzen Anzahl von Persönlichkeiten zurückgeführt werden, die nicht auf ihre Posten als Führer gehören. Ehe sich die verantwortlichen Stellen der N.S.D.A.P. nicht zu dieser Erkenntnis durchringen und dann die notwendigen Folgerungen ziehen, wird es zu einer durchgreifenden Besserung der Zustände im hiesigen Kreise nicht kommen. Eher wird auch das hohe Ziel des Führers und Reichskanzlers nicht erreicht werden: Es muss und wird der Tag kommen, an dem auch der letzte Deutsche das Symbol des Reiches als Bekenntnis in seinem Herzen trägt. (…)
3. Kirchenpolitik.
a. Evangelische Kirche.
Die Bevölkerung ist im allgemeinen ruhig. Aus Lengerich wird berichtet, dass einzelne Pfarrer des Pfarrernotbundes die Bevölkerung durch Hausbesuche für ihre Sache zu gewinnen suchen.
Der Tannenbergbund, der früher in Lengerich sehr stark war, ist jetzt nur noch schwach vertreten. Es besteht eine kleine Buchhandlung mit Ludendorff-Schriften, deren «Inhaber aber ein geistig völlig bedeutungsloser Mann ist.
b. Katholische Kirche.
Immer wieder klagen die Katholiken darüber, dass angeblich ihre religiösen Belange vom Staate nicht in der riehti gen Weise gewahrt würden. Der Obrigkeit wirft man bezüglich der Landhelfer vor, dass solche katholischen Glaubens mit Absicht in evangelische Gegenden geschickt würden, damit sie ihren Glauben verlören. Die Einschränkung der Betätigung der Gesellen- und Arbeitervereine empfindet man drückend.
Eine geradezu skandalöse Predigt hat am 26. August ds. Jrs. im Hochamte der katholischen Kirche Riesenbeck der Kaplan Eyrich gehalten. Er hat bei Behandlung des Themas: Niemand kann zwei Herren dienen, gesagt, dass man Christus allein zu dienen habe. Unter Anführung des 4. Gebotes hat er dann mit Hinweis auf die sonntäglichen Aufmärsche ausgeführt, in erster Linie seien die Kinder ihren Eltern Gehorsam schuldig, dann i erst komme der Staat. Bei Erklärung des 5. Gebotes betonte er, wer einen unschuldigen Menschen tötet, ist ein Mörder, einerlei, wie er heißt und wer er ist.
Einige Tage vor der Wahl wurde mir mitgeteilt, dass einige katholische Geistliche auf sog. Werbeabenden die Wählerschaft zu beeinflussen versuchten. Die von mir sofort angestellten Ermittlungen haben ergeben, dass die mir von dem Kreisleiter der N.S.D.A.P. gemachte Mitteilung der Unterlagen entbehrte.
Zwar haben zwei Jungmänner - Heimabende stattgefunden, und zwar am Montag, dem 13. August in dem Orte Recke und am Freitag, dem 17. in der Bauernschaft Langenacker der Gemeinde Recke. Am Montag ist den Jungmännern Gelegenheit gegeben worden, die Rede des Reichsministers Dr. Frick anzuhören und am Freitag auch die Rede des Führers und Reichskanzlers. Der Kaplan, der die Versammlung leitete hat sodann über das Thema ‚Das Verhalten des Jungmannes in der Familie‘ gesprochen. Über Politik ist nicht geredet worden, auch hat niemand zu den Reden des Reichsministers Frick und des Führers Stellung genommen. An den Heimabenden haben Mitglieder der SA., SS. und des Reitersturmes teilgenommen. Auf Befragen haben sie erklärt, dass sie in keiner Hinsicht politisch beeinflusst worden sind.
Anlässlich des Todes des Herrn Reichspräsidenten ist zwar überall von den Kirchen geläutet worden. Die Beflaggung der katholischen Kirchen in Tecklenburg, Hörstel, Bevergern, Riesenbeck, Dreierwalde und Halverde ist aber nur unzulänglich gewesen. Es wurde nämlich nur mit den Kirchenfahnen geflaggt. Die katholischen Kirchen in Ibbenbüren und Hopsten hatten überhaupt nicht geflaggt. Zur Entschuldigung hatten die Pfarrer angegeben, dass sie nur auf Anordnung des Bischofs Fahnen setzen dürften.“