Druck auf Lehrer gefordert
Am 29. August 1934 erstattet der Bürgermeister des Amtes Riesenbeck seinen politischen Lagebericht an den Landrat in Tecklenburg.
Darin teilt er mit, dass von den 343 im Amtsbezirk wohnenden Mädchen über zehn Jahren lediglich 54 dem BDM und Jungmädeln angehören würden und fordert Konsequenzen: „Es wäre angebracht, wenn die Lehrerinnen sich einer ersprießlichen Werbetätigkeit für Jungmädel widmen würden. Hier erscheint ein gewisser Druck der Schulaufsichtsbehörde angebracht.“