Zusammenarbeit von HJ und NS-Kulturgemeinde in Köln
Ende November 1934 wird in Besprechungen zwischen der Gebietsführung Mittelrhein und der Gaudienststelle Köln-Aachen die zukünftige Zusammenarbeit durch die "Jugendgruppe" der NS-Kulturgemeinde festgelegt. Dabei wird vereinbart, dass Hans Unbehaun die Jugendgruppenarbeit für das Gebiet Mittelrhein übernimmt und dazu der Abteilung Kultur und Schulung in der Gebietsführung als Referent zugeteilt wird. Entsprechend sollen die Ortsjugendwalter in den einzelnen Orten Referenten der zuständigen Bannführung sein.
Das erste anvisierte Ziel ist die "einheitliche Ausrichtung bzw. Neuschaffung von Jugendbühnen". Die bestehenden Jugendbühnen sollen dabei nicht einfach in die Kulturgemeinde überführt werden, da es sich, so die Kritik, bei ihnen zumeist um Organisationen für Schüler höherer Lehranstalten und damit für Kinder "begüteter Eltern" handle. Solche hätten im nationalsozialistischen Staat keinen Platz mehr. Man wolle auch keine "Kartenabnehmer-Organisation" schaffen, sondern die Jugend müsse sich die "Bühne erobern", die als Helfer bei der Umgestaltung des kulturellen Lebens eingesetzt werden könne.