HJ Mittelrhein wirbt für Berufsvorbildung
Um die "kritische Zeit" zwischen Schulentlassung und Berufseintritt zu überbrücken, in der seitens der HJ befürchtet wird, dass manche Jungen auf die "schiefe Bahn" kommen, wirbt die HJ Mittelrhein für die Teilnahme an ihrer Berufsvorbildung im Werklager Köln-Ehrenfeld. Hier können 150 Jungen (jährlich 600) Kurse belegen, um die Grundlagen der Schreiner-, Schlosser-, Dreher- und anderer Handwerke zu erlernen. Die Leitung der Werkstätten liegt bei Meistern, die arbeitslos geworden sind und jetzt von der Stadt als "Pflichtarbeiter" eingesetzt sind. Das Arbeitsamt Köln weist die Jugendlichen in das Lager ein und vermittelt ihnen nach den Kursen einen Arbeitsplatz in den Betrieben. Die Wahl der Werkstatt ist den Jungen freigestellt.
Bei den Kursen, so die HJ, würden die Jungen aber nicht nur Fachliches lernen, sondern auch durch die "straffe Lagerzucht, dem unbedingten Gehorsam, die spartanische Einfachheit der gesamten Lebenshaltung und dem täglichen Frühsport" zu "harten und echten Nationalsozialisten" herangebildet. Abends würden sie sich dann auf dem "Thingplatz" versammeln und den Worten von Lagerleiter Bannführer Vincke lauschen.