HJ-Sozialtagung des Obergebietes West
Das Obergebiet West veranstaltet am 17./18. November 1934 in Köln eine Arbeitstagung für alle Sozialamtsleiter, deren Mitarbeiter und die BDM-Referentinnen aus den Gebieten und Bannen des Obergebietes. Am Samstag finden Sonderveranstaltungen statt, auf denen Vertreter von Reichsjugendführung und Obergebietsführung sprechen, am Abend gibt es einen "Kameradschaftsabend" im Roten Saal der Kölner Messe.
Im Kölner Veranstaltungssaal Gürzenich findet dann am Sonntagmorgen eine große Kundgebung statt, auf der der Stellvertretende Gauleiter, Richard Schaller, der neue Gebietsführer für Berlin und Abteilungsleiter des Sozialen Amtes in der Reichsjugendführung, Arthur Axmann, und der Treuhänder der Arbeit Rheinland, Willi Börger, sprechen. Umrahmt wird die Veranstaltung durch den Musikzug des Gebietes Mittelrhein und einen Sprechchor.
Axmann betrachtet in seiner Rede die sozialpolitischen Aufgaben der HJ (Reichsberufswettkampf, Landhilfe, Umschulungslager für Mädel) und betont, dass in der HJ an die Stelle der "Schranken der Bünde und kleinen Jugendvereine" der "einige Wille der größten Jugendbewegung der Welt" getreten sei.
Börger richtet in seiner Rede heftige Angriffe gegen die "Machenschaften des internationalen Judentums" und fordert, dass die Jugend nie den "Sinn für das Ganze" verlieren dürfe.