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Ereignisse
1934
November

Gebiet Mittelrhein verteidigt Staatsjugendtag

Die Einführung des Staatsjugendtages stößt mancherorts auf Kritik, da den Jungendlichen ein ganzer Morgen Schule verloren geht. Diesem Einwand begegnet die HJ Mittelrhein in einer Stellungnahme in ihrem Organ "Rheinische Hitlerjugend" vom 17. November 1934 mit Hinweis darauf, dass die Tausenden von Jugendlichen, die 1933 aus den Bünden in die HJ geströmt seien, erst nationalsozialistisch hätten geschult werden müssen. Sie seien aus weit über hundert ganz verschiedenen Bünden gekommen, die jeweils die Jugendorganisation eines bestimmten "Volksteils" dargestellt hätten und hätten nicht sofort im "Geist der Hitlerjugend" gedacht. Daher habe die HJ, die "weder konfessionell noch sonstige Unterschiede kennt", diese Jugendlichen umformen müssen.

Für diese "Schulung und Erüchtigung" habe man eine Lösung finden müssen, und diese Lösung sei der Staatsjugendtag. Jungvolk und Jungmädel stehe der ganze Samstag zur Verfügung, für HJ und BDM ließe sich dies infolge "großer Schwierigkeiten" vorläufig noch nicht durchführen.

Die Kinder würden nun körperlich und geistig geschult: Sport, Geländesport, Weltanschauungsunterricht, nationalsozialistische Geschichte, Gesang und anderes. Die Jugendlichen, aus denen später die politischen Führer Deutschlands hervorgehen würden, dürften weder "Weichlinge" noch "Dummköpfe" sein.

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