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Ereignisse
1934
November

Aufgaben der HJ-Ärzte

Mitte November 1934 ruft das Gebiet Mittelrhein seine HJ- und DJ-Ärzte sowie die BDM-Ärztinnen zu einer Zusammenkunft im Alten Präsidium in Köln zusammen, auf der der Gebietsarzt einen Rückblick auf die bisherige Arbeit gibt. Er berichtet über die Reihenuntersuchungen der HJ, die sowohl die Beobachtung des Gesundheitszustandes der Jugendlichen auf ihre "Diensttauglichkeit" als auch die dauernde gesundheitliche Betreuung der HJ umfasst. Zudem geht er auf die Schulungskurse der HJ-Ärzte ein, die zum Ziel haben, die Ärzte rassenideologisch zu schulen, damit sie anschließend ihr "biologisches und rassenhygienisches Denken im Volk verbreiten" können. Notwendig sei eine "zielbewusste Rassenhygiene, die gute Erbteile, aufbaufähige Volksgenossen fördere, die minderwertigen jedoch isoliere". Zudem erklärt er die geplanten "rassenhygienischen Maßnahmen der NSDAP", bei denen unter anderem vorgesehen ist, dass die Untersuchung, wie sie bei der Reihenuntersuchung vorgenommen wurde, zukünftig vom Hausarzt durchgeführt werden soll, der die gesamte Familie kennt. Den HJ-Ärzten und BDM-Ärztinnen blieben damit die Zuständigkeit für die Untersuchung der Diensttauglichkeit.

Dies bedeute auch eine Entlastung für die HJ-Ärzte und BDM-Ärztinnen, die ihre Aufgabe ehrenamtlich versehen.

Gebietsführer Wallwey, der ebenfalls an der Zusammenkunft teilnimmt, betont, dass die HJ-Führer sich dem ärztlichen Urteil hinsichtlich der Feststellung der Diensttauglichkeit eines Jugendlichen zu beugen hätten.

Die Arbeitsabende sollen monatlich fortgesetzt werden.

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