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Ereignisse
1934
November

Kommunalpolitische Schulungswoche der HJ-Sozialreferenten

Auf der kommunalpolitischen Schulungswoche der Sozialreferenten der HJ aus dem gesamten Reichsgebiet, die Anfang November 1934 in Berlin stattfindet, skizziert der Leiter des Sozialamtes der Reichsjugendführung, Obergebietsführer Axmann, die Aufgaben der kommenden Winterarbeit. Hier nennt er insbesondere den Einsatz im Rahmen des Winterhilfswerks, bei dem einen Gesamteinsatz der HJ anstelle einzelner kleiner Gruppen fordert.

Zudem geht er auf die zusätzliche Berufsschulung ein, die in erster Linie das Jugendamt der DAF zu übernehmen habe, denn die HJ verfüge weder über die Möglichkeit noch über den Apparat, die gesamte Jugendarbeit aufzubauen. Die Schulung solle nicht als "notwendiges Übel", sondern als HJ-Dienst angesehen werden.

Als nächsten Punkt spricht Axmann über die Vereinbarung zwischen Reichsjugendführung und Studentenwerk, durch den den Verbindungsmännern der HJ in den Förderungsausschüssen der örtlichen Studentenwerke erheblicher Einfluss eingeräumt werde. Sie hätten künftig die Aufgabe, "richtige HJ-Führer vorzuschlagen bzw. über die Dienstleistung anderer Bewerber in der HJ Auskunft zu geben". Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass die "zukünftigen Träger der Führerstellen innerhalb der akademischen Jugend" zuvor durch die Hj gegangen sein müssten.

Zuletzt behandelt Axmann die Landhilfe. Sie gehöre zwar zum Aufgabengebiet der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung bzw. der Arbeitsämter, doch müsse die Betreuung der Landhelfer und Landhelferinnen in den Händen der HJ liegen.

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