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Ereignisse
1934
Oktober

BDM-Erziehung in der Großstadt

Als vordringliche Aufgabe der Erziehung von Mädchen in der Großstadt bezeichnet es der BDM, die Mädchen vor den beiden "Extremen", dem "hypermodernen Luxusmädel" und dem "nahe am Abgrund stehenden Mädel" zu bewahren, und ihnen einen "Mittelweg" aufzuzeigen.

Schulung und Erziehung im BDM seien ganz darauf eingestellt, den "durchaus gefestigten Menschen im Mädel heranzubilden". Dafür bedürfe es einer vielseitigen Schulung, die allen Mädeltypen gerecht werde, der Schülerin, der Fabrikarbeiterin, der Verkäuferin, der Handwerkerin, der Hausangestellten, der im kaufmännischen Betrieb Tätigen, der berufslosen Tochter, der Studentin und allen anderen, die noch keine festen Aufgaben hätten. Diesen Mädchen Gemeinschaft zu vermitteln, sei äußerst schwer.

Hier gelte es, den Mädchen zunächst beizubringen, Wertvolles von Minderwertigem zu unterscheiden. Danach könne eine planvolle Schulung einsetzen und das Wertvolle in Kunst, Literatur, Musik, Sport, allgemeiner Industrie und Wirtschaft, Volkskunst und Volkssitte herausgearbeitet werden. Politisch weltanschauliche Schulung ergänze den Weg zur Erziehung des "selbstsicheren, deutschen Großstadtmädels".

Zudem solle durch Schulung und Fahrten das Verständnis für das Leben auf dem Land geweckt werden.

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