Menü
Ereignisse
1934
August

Rundfunkrede Schirachs an die Eltern

Im Rahmen der Sendereihe "Stunde der Nation" hält Reichsjugendführer Baldur von Schirach am 29. August 1934 über alle deutschen Sender eine Rede an die Eltern der Mitglieder von HJ und BDM. Alle HJ-Einheiten sind aufgefordert, die Rede zu hören. Dafür ordnet der Leiter des Rundfunkamtes der Reichsjugendführung, Gebietsführer Cerff, am 28. August 1934 Gemeinschaftsempfang an.

In seiner Rede dankt Schirach den Eltern, ihre Kinder in die Sommerlager der HJ zu schicken und sie den Jugendführern und Jugendführerinnen anzuvertrauen. In den Lagern seien im Juli zeitweise über eine Million Teilnehmer gewesen.

Drei große Faktoren müssten bei der Betreuung der Jugend "in kameradschaftlicher Verbundenheit" mitarbeiten: Elternhaus, Schule und HJ. Hier dürfe es keine Konflikte untereinander geben. Die HJ erziehe die Jugendlichen "für den Begriff der echten Autorität": "Indem die HJ die jungen Deutschen lehrt, dass sie von frühester Jugend an nicht sich selbst, sondern ihrem Volk gehören, und ihre Wünsche dem Wohl oder Wehe der großen Gesamtheit unterzuordnen haben, unterbaut sie die Erziehungsarbeit der Familie und schafft die Voraussetzung für eine im höchsten Sinne sozialistische Nation."

Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen seien in der HJ vereinigt. Organisationen und Verbände, die "vielleicht in ihrer Zeit ebenso richtig waren, wie die HJ in dieser Zeit", seien zugunsten der HJ "überwunden" worden. Dieses "Einigungswerk" sei insbesondere durch die "unschätzbare seelische Mitarbeit" der Eltern ermöglicht worden: "Die deutschen Eltern haben ganz einfach an die HJ geglaubt, und dieser Glaube hat tausendfältig Früchte getragen und wird immer wieder neuen Segen bringen."

Baum wird geladen...