HJ soll Volksabstimmung unterstützen
In einem ausführlichen Artikel macht die HJ am 15. August 1934 Werbung für das Schwimmbad in Köln-Dünnwald, das die HJ nach dem 30. Januar 1933 übernommen und renoviert hat. Das Bad sei noch zu wenig bekannt 1933 seien nur 2600 Gäste dort gewesen. 1934 werde man die Zahl aber vermutlich verdoppeln.
Zum Schwimmbad gehört auch das "Herbert-Norkus-Heim" der HJ, in dem Erfrischungen und auch ein Mittagessen erworben werden können. Zudem bieten die Aufenthaltsräume Schutz bei Gewitter und können auch angemietet werden.
Nicht müde wird die HJ darauf hinzuweisen, dass in dem Bad vor der Übernahme durch die HJ "nicht nur primitive, sondern auch unhaltbare Zustände" geherrscht hätten und es ein "berüchtigter Schlupfwinkel der Kommune und ihrer Helfershelfer" gewesen sei (vor 1933 war das Bad unter anderem ein beliebter Aufenthaltsort der Arbeiterjugend). Nun hätten jedoch "Zucht und Ordnung" in das Bad Einzug gehalten und es herrsche "schmucke Sauberkeit".
"Es ist zu wünschen, dass sich recht viele Volksgenossen aus Köln und Umgebung Dünnwalds einmal dieses Schwimmbad ansehen. Nicht nur, um dort genussreiche und erholsame billige Stunden zu verbringen, sondern auch, um sich zu überzeugen, wie die HJ überall ganze und gründliche Arbeit der Zucht und Ordnung vollbringt."