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Ereignisse
1934
Juli

Ziele der Jungmädel-Erziehung

Im Westdeutschen Beobachter äußert sich der BDM am 17. Juli 1934 zu den Zielen der Erziehung der Jungmädel. Oberstes Ziel ist es, die Mädchen zum Nationalsozialismus zu erziehen. Dies jedoch nicht durch die Vermittlung von Einzelheiten, die die Mädchen vielleicht nicht verstehen würden, sondern durch die Erziehung zum "Deutschtum, zur Ehrlichkeit, zur Kameradschaft", um sie so "von allem Unechten und von allem Schmutzigen" wegzureißen.

Wenn sie dann mit 14 Jahren in den BDM überwiesen würden, seien sie bereits eine "Kerntruppe" im BDM.

Dem Einwand von Eltern, die Töchter selbst nationalsozialistisch erziehen zu können, wird entgegnet, dass sie ihnen nie den richtigen Sozialismus vermitteln könnten, denn dies würde das "Erleben" voraussetzen: "Die Möglichkeit aber, Sozialismus zu erleben, wird dem Kind fast immer nur in der Gemeinschaft der Jungmädelgruppe gegeben, weil nirgendwo sonst sich so viele durch Elternhaus, Schule und Kirche ganz verschieden geartete Mädels zusammenfinden."

Überdies gebe der Bund dem Mädchen den "Führergedanken". Den Eltern oder Lehrern zu gehorchen, sei dem Mädchen "etwas Natürliches", einem Menschen, der "nicht mehr als das Kind selbst ist", jedoch etwas Neues. Erst durch das Unterordnen unter eine junge Führerin aber werde das Mädchen später selbst führen und befehlen können.

Aus diesen Gründen habe der BDM das Recht, "jedes deutsche Mädel in unsre Reihen zu stellen".

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