Jungvolk und bündische Jugend
Immer noch, so die HJ-Beilage des Westdeutschen Beobachters, "Rheinische Hitlerjugend", in einem Artikel vom 4. Juli 1934, gebe es "ein paar ganz schlaue und überkluge Meckerfritzen" die schon wieder einmal einen Zusammenhang zwischen Jungvolk und bündischer Jugend entdeckten. Meist seien dies jedoch Leute, die gar nicht selbst im Jungvolk seien, daher auch keine Ahnung von "nationalsozialistischer Gesinnung" hätten. Die meisten Jungvolkführer kämen heute aus der HJ, und wenn sie aus der bündischen Jugend stammten, dann bestehe keine Gefahr, dass sie ihre von dort mitgebrachte Art auf ihre Umgebung übertrügen. Andernfalls würde sofort eingegriffen und "radikale Abänderung" geschaffen.
Im Jungvolk wachse etwas "vollkommen Neuartiges" heran. Die Jungen hätten ein "gesundes Empfinden für Volkstum und Heimat". Die "kleinen Geister" mit den "längen Bärten" aber würden auf die Fahnen des Jungvolks zeigen und erklären, dass dies alles "bündisch" sei. Wären Landsknechtstrommeln, Klampfen, Landsknechtslieder und das Gedenken an im Krieg gefallene Väter und während der "nationalen Erhebung gemordeten Brüder" aber wirklich bündisch?
"Nie sind wir bündisch und eigenbrötlerisch, weil unser Singen und Klingen aus unserm ewig jungen Volk gewachsen ist und volksverbunden ist, weil unser Ziel Deutschland heißt!"