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Ereignisse
1934
Januar

Bitte um Unterstützung

In einem Rundschreiben an sämtliche Presbyterien der Rheinprovinz bitten Westbund-Bundeswart Juhl und der Landesführer des Evangelischen Verbandes für die weibliche Jugend im Rheinland, Frick, um Unterstützung. Man bittet darum, „in ihrer nächsten Sitzung die Frage der Erhaltung unserer Arbeit zum Gegenstand eingehender Besprechung zu machen“. Weiter heißt es: „Glauben die Presbyterien es zulassen zu dürfen, dass die blühende und reich gesegnete Jugendarbeit der evangelischen Kirche zerschlagen wird? Denn der Eingliederungsvertrag, der gegen den Widerspruch des gesamten Jugendwerkes und der meisten deutschen Kirchenführer vollzogen wurde, ist undurchführbar und zwangsläufig Auflösung unserer Arbeit. Kann die Kirche für den kirchlichen Aufbau und die dringenden Aufgaben der Volksmission dieser Kräfte entraten? Kann ein Vertrag ohne alle Garantien der Kirche und ihrer Jugend irgendwelche Sicherheiten bieten? Soll evangelische Jugend, die Staat und Volk, Kirche und Gemeinde zu dienen bereit ist und bisher treu gedient hat — wie viel Gemeindevertreter, Presbyter, Diakone, Diakonissen sind aus unseren Reihen hervorgegangen!! — und die vom Evangelium her ihr Leben führen möchte, hilflos ausgeliefert werden und sich von ihrer Kirche im Stich gelassen fühlen? Unermesslicher Schade droht für Volk, Staat, Gemeinde und Kirche, wenn dieser Vertrag das letzte Wort ist. (…)

Ferner wird für den Fall, dass dieser Vertrag Wahrheit wird, die Frage brennend: Wie soll planmäßige evangelische Erziehung unserer Jugend vor und nach der Konfirmation und Schulentlassung in Zukunft betrieben werden? Und was soll aus der Jugend werden, die nach Anlage und Neigung und Führung auch in Zukunft unerfasst bleibt und nicht übergeht, sondern austritt?

Treten Sie für Erhaltung des evangelischen Jugendwerkes ein und helfen Sie der Jugend, dass sie sich nicht von Gemeinde und Kirche verlassen fühlt!“

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