Aufruf an weibliche Jugend
Im „Westdeutschen Beobachter“ wird am 24. November 1943 folgender Aufruf „An alle Mädel der Jahrgänge 1923 bis 1925“ abgedruckt:
„Wenn man als Mädel die ganze Schwere und Härte des Schicksalskampfes unseres Volkes zu erfassen versucht, dann drängt sich einem die innere Notwendigkeit auf, dass die Jugend bestrebt sein muss, sich der Opfer der Front durch ein hohes Maß an Tatbereitschaft und Einsatzwillen würdig zu erweisen. (...) Wir Mädel dürfen uns nicht damit begnügen, ab und zu einmal die Dankesschuld an unsere Soldaten zu empfinden, sondern müssen durch Tat und Opfer der kämpfenden Front nachzueifern gewillt sein. So ruft der Reichsjugendführer nicht allein die auf Grund des Gesetzes zur Jugenddienstpflicht ohnehin zu erfassenden Jahrgänge auf, sich im Kriegseinsatz und in der Gemeinschaft der HJ zu bewähren, sondern an alle, auch an Dich, ergeht sein Ruf. Jedes Mädel soll einmal Frau und Mutter sein und Kindern das Leben schenken, denen durch diesen Krieg eine glückliche Zukunft erkämpft wird.
Die Arbeitsgemeinschaft des BDM-Werkes 'Glaube und Schönheit' bietet Dir die Möglichkeiten, Dich nicht nur mit praktischem Rüstzeug für Deine hausfrauliche Zukunft (Gesundheitsdienst, Nähen, Säuglingspflege, Kochen) zu versehen, sondern unterweist Dich auch in Kunstgeschichte, Literatur, Geschichte, Musik, Laienspiel und stählt Dich körperlich durch Schwimmen, Gymnastik und Sport.“