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Ereignisse
1943
Oktober

Reichserziehungsminister Rust in Köln

Der „Westdeutsche Beobachter“ berichtet über den Besuch des Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Rust in Köln mit Empfang durch Gauleiter Grohé im Haus der Gauleitung, anschließender Stadtrundfahrt durch Köln und Besuch der Universität.

Vorher spricht Rust in Turnhalle einer Berufsschule vor Lehrern und Schülern. Rust charakterisiert das Bildungswesen dabei als „moralische Front“ und betont die Notwendigkeit, die Ausbildung des Nachwuchses auch im Krieg sicherzustellen. Er gesteht durchaus Probleme bei der Organisation des Schulunterrichtes ein, weil Lehrermangel herrsche und der Lehrkörper an vielen Schulen durch die KLV aufgeteilt werden müsse. Die Vermittlung von „Tugenden“ wie Fleiß und Pflichterfüllung sei aber wichtiger als die Konzentration auf Lehrstoff. „Wenn einst die Geschichte dieses Krieges geschrieben werde, dann werde auch die Stunde der Ehre des deutschen Lehrers kommen, der seinen Teil maßgeblich dazu beitrage, dass die völkische Widerstandskraft gestärkt und erhalten bleibe.“

Regierungspräsident Dellenbusch weist bei dieser Gelegenheit den Gedanken an Schulverlegungen im Rahmen der KLV unter Berufung auf Grohé zurück: „Der Gauleiter habe den Stadtpunkt vertreten, dass der Rhythmus des Familienlebens möglichst wenig beeinträchtigt werden sollte und Köln die Front halte, weshalb eine weitgehende Verlegung der Schulen aus Köln heraus nicht erfolgen sollte.“

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