Nationalsozialistische Mädchenerziehung
Unter der Überschrift "Das deutsche Mädel" skizziert ein Beitrag im Westdeutschen Beobachter am 18. Mai 1934 die Grundzüge der Erziehung im BDM. Ziel sei es, "in Anerkennung der höchsten und vornehmsten Aufgabe der Frau, Mutter zu sein", die Mädchen zu "verantwortungsbewussten deutschen Frauen" zu erziehen und sie vorzubereiten auf ihre Aufgabe "als Trägerin und Mutter einer kommenden Generation, mit der ganzen Hingabe wahrer Mütterlichkeit an Familie, Volk, Vaterland".
Für die Schaffung der "Volksgemeinschaft" brauche Deutschland Frauen, die an "Blut und Boden" gebunden seien und eine "tiefe Verbundenheit zu Volk, Rasse, Religion" hätten und somit "Hüterin des Lebens" seien. Zudem müssten die Mädchen Trägerin der deutschen Kultur sein.
Ein "Verständnis für Heimatliebe" würden die Mädchen durch die Fahrten erhalten, auf denen sie auch "Kameradschaft, Treue und Gemeinsinn, Spiel und fröhliche Volkslieder" lernen würden. Somit würden die Fahrten die "Grundlage für einen wahren Sozialismus" bilden".