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Ereignisse
1943
Juli

Reichsappell der werktätigen Jugend

Im Rahmen eines Reichsappells der werktätigen deutschen Jugend hält Robert Leys am 26. Juli 1943 eine Rede, in der es heißt:

„Deutsche Jugend, Jungen und Mädel!

Wir durchleben die größte, aber auch härteste Zeit, die Deutschland je durchgemacht hat. Der Jude hat uns einen Weltkampf in einem bisher einmaligen Ausmaß und in einer früher nicht gekannten Härte aufgezwungen. Wenn wir auch alles getan haben, um diesen Krieg zu vermeiden, so stehen wir heute doch zu diesem Kampf; denn er soll Deutschlands Zukunft und Freiheit sichern. Wir bekennen, dass dieser Krieg von uns nicht eher beendet wird, bis das Judentum vernichtet und Deutschlands Freiheit endgültig errungen ist. Auch die Jugend spürt die Härte dieser Auseinandersetzung. Aber sie durchlebt damit zugleich eine Zeit, um die sie spätere Generation beneiden werden. Ihr seid die junge Gefolgschaft des Führers, ihr kennt die deutschen Helden unserer Tage, von denen noch kommende Jahrhunderte melden werden. Ihr erlebt eine Zeit der Gemeinschaft, der Leistung, der Tapferkeit! Ihr habt euch in dieser Zeit bewährt. In den luftgefährdeten Gebieten hat die Jugend in den Stunden der Terrorangriffe Heldentaten vollbracht. Jungen und Mädel haben dort leuchtende Beispiele von Tapferkeit und Einsatzbereitschaft (gegeben) ... (Ob in) Fabriken und Werkstätten, ob in all den anderen Hilfsdiensten der Jugend - überall helft ihr nach besten Kräften mit.

Was wir heute tun, geschieht für euch. Die schaffende Jugend beweist dafür auch weiterhin Tugenden, die ihr ganzes Leben bestimmen werden:

Seid treu in allem, treu eurer Fahne, eurer Idee, seid Fanatiker des Glaubens, seid treu dem Führer, dessen Name ihr tragt.

Ich appelliere an euch: Erfüllt stets eure Pflicht. Seid fleißig und gewissenhaft in der Arbeit. Bildet euch weiter. Lernt, nutzt eure Zeit. Der beste Arbeit ist immer der beste Soldat.

Seid gehorsam, haltet Zucht, Disziplin und Ordnung in freiwilliger Sachverantwortung. Seid gehorsam euren Eltern, vor allen Dingen der Mutter gegenüber ... Tut ihr alles zuliebe. Seid tapfer und zäh, hart wie Stahl, wie es der Führer von euch verlangt. Stählt euren Körper und schult euren Geist.“

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