Kundgebung des Oberbannes 3 Aachen in Düren
In Düren findet am 22. April 1934 der erste große Aufmarsch des Oberbannes 3 (Aachen) mit 16. bis 17.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Nachdem sich Obergebietsführer Lauterbacher, Gebietsführer Wallwey und der Führer des Oberbannes III, Unterführer Krenzer, in das Goldene Buch der Stadt Düren eingetragen haben, findet auf dem Gelände von Schloss Burgau die "Weihestunde" statt, auf der Krenzer die Jugendlichen auf das "revolutionäre Werk" Hitlers einschwört: "Die Jugend müsse noch fanatischer sein im Gemeinschaftsgedanken. Niemals dürfe diese Jugend irgendwelche Unterschied kennen; sie dürfe nicht sagen, du bist katholisch und du bist evangelisch: wer das Braunhemd trage, sei Nationalsozialist."
Anschließend formieren sich die Einheiten zu einem zweistündigen Vorbeimarsch vor Obergebietsführer Lauterbacher und hohen Vertretern von HJ, BDM, SA und Partei. Auf der Abschlusskundgebung auf dem Neuen Wasserturm hebt Gebietsführer Wallwey nochmals den "unbeugsamen Willen" und die Leistungsbereitschaft der HJ hervor. Scharf wendet er sich gegen die "konfessionellen Hetzer" und kritisiert, dass nicht alle Geistlichen der Bitte der HJ um eine Messe um 6 Uhr nachgekommen seien, um den Tag nicht organisatorisch zerreißen zu müssen.
Mit derselben Stoßrichtung ergreift nach der Rede von Kreisleiter Binz Obergebietsführer Lauterbacher das Wort und fordert "Frieden im deutschen Volk", den man sich auch nicht von denen nehmen lasse, "die unter dem Namen Christentum nichts weiter als eine schmähliche Politik treiben".
Mit dem Lied "Vorwärts, vorwärts" endet die Feier.