Einweihung der Führerschule des Gebietes 11 Mittelrhein
Am 15. April 1934 wird die Burg Mödrath, ein Herrenhaus aus dem Jahr 1830, als neue Gebietsführerschule des Gebietes 11 Mittelrhein mit einem Festakt unter Teilnahme zahlreicher Parteiprominenz eingeweiht. Das große Gebäude bietet Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 100 Jungen, die dort in Lehrgängen zusammengeschlossen werden, um sie zu HJ-Führern auszubilden. Dafür sind im Haus sowie in dem das Gebäude umgebenden weitläufigen Park entsprechende Einrichtungen vorhanden, so ein großer Lehrsaal, ein Zimmer mit einem sogenannten Sandkasten für den theoretischen Unterricht in Geländekunde, eine Ehrenhalle und im Park eine große Wiese für Sport.
Die Schule wird von Bannführer Werner Schiffer geleitet, auf dessen Initiative die Institution gegründet wurde, zunächst in einer primitiven Unterkunft im Fort VIII A zwischen der Brühler und Bonner Straße gelegen.
Die Schule wird nach Paul Thewellis genannt, einem HJ-Führer aus Düren, der 1930 von Kommunisten überfallen worden war und später seinen Verletzungen erlag. Thewellis, von Beruf Konditor, war 1929 in die NSDAP und SA eingetreten und hatte in seinem Wohnort Birkesdorf bei Düren die HJ aufgebaut.