Auftakt zum Reichsberufswettkampf in Köln
Mit einer großen Kundgebung von HJ und Arbeitsfrontjugend wird am 7. April 1934 auf dem Neumarkt in Köln der Reichsberufswettkampf eingeleitet. "Ohne Unterschied der Berufsgruppen und sozialen Schichten", so der Westdeutsche Beobachter in seiner Berichterstattung, hätten "Tausende Jungen und Mädel [...] Schulter an Schulter" gestanden und mit "Stolz und Freude" ihre Bereitschaft kundgetan, "das Letzte für den Auf- und Ausbau des Dritten Reiches" zu geben.
Nach einleitenden Worten des Referenten für Berufsschulung beim Oberbann, Jg. Paul Hemb, ergreift der Leiter der Abteilung III im Sozialen Amt des Gebietes 11 Mittelrhein, Dr. Hirtz, das Wort und benennt die Schulung "in Richtung auf beste deutsche Wertarbeit" als das eigentliche Ziel des Berufswettkampfes. Mit dem Wettkampf widerlege die HJ zudem das Vorurteil, sie tauge nicht für "ernste Arbeit". Im Gegenteil werde er beweisen, dass der "tüchtige, arbeitsfreudige und leistungswillige Junge" in der HJ stehe.
Nach der Rede formieren sich die angetretenen Einheiten von HJ, Arbeitsfrontjugend und BDM in Begleitung eines SA-Spielmannszuges und einer SA-Kapelle zu einer Marschkolonne durch die Innenstadt. Die Berufsjugend wird dabei zu den Betrieben geführt.
Gleichzeitig tragen die Berufsgruppe Friseure und die Berufsgruppe Holz ihre Prüfungen aus.