Bedeutung der Jugendherbergen für die nationalsozialistische Jugenderziehung
Die rheinischen Jugendherbergen verzeichnen 1934 einen starken Anstieg bei den Übernachtungen. Hintergrund dafür sind die zahlreichen Schulungen und Kurse, die durch NS-Organisationen und Schulen in den Räumlichkeiten der Jugendherbergen durchgeführt werden.
Während die Zahl der Übernachtungen in den rheinischen Jugendherbergen 1932 bei 560.000 lag, stieg sie 1933 auf 582.500. Für 1934 wird mit einem Anstieg auf eine Million gerechnet.
Im Rheinland verfügt der Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen über 21 eigene Häuser. Insgesamt unterstehen ihm 164 Herbergen.
Den Jugendherbergen vor 1933 wird vorgeworfen, dass sie teilweise zu einem "Hotelbetrieb" geworden seien und man bei den verschiedenen Besuchergruppen Trennungen habe vornehmen müssen, da die Gruppen verschiedenen konfessionellen und politischen Richtungen angehört hätten. Dies sei "durchaus nicht im Sinne des Jugend- und Gemeinschaftsgedankens" gewesen. Dies sei nun "gründlich anders" geworden.