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Ereignisse
1934
Januar

Kreisleiter kündigt in Krefeld ende der katholischen Jugendarbeit an

Auf dem Arbeitskongress der NSDAP in Krefeld gibt Kreisleiter Becker im Januar 1934 die Richtlinien für das Jahr 1934 bekannt, darunter auch Ausführungen zur „Jugendfrage“. Ihnen zufolge wird die Mitgliedschaft in einem katholischen Jugendverband für Jugendliche unter 18 Jahre ab 1. April 1934 unmöglich gemacht.

Die Jugendpräsides der drei Dekanate Krefeld-Ürdingen versammeln sich daraufhin am 9. Januar 1934, um das weitere Vorgehen zu beratschlagen. Sie halten die Vorgaben des Kreisleiters für einen Bruch des Konkordats, fühlen sich selbst jedoch machtlos, in der Sache etwas zu unternehmen.

Daher wenden sie sich am 10. Januar mit der Bitte um Unterstützung an das Bischöfliche Generalvikariat in Aachen: Die Mitglieder der Jungmännervereine seien „ratlos“ geworden und auch deren Eltern verlören den Mut, „wenn nicht in Kürze von kirchlicher Seite eine Antwort auf die angekündigten Forderungen des Herrn Kreisleiters erfolgt“. Die Präsides könnten unter diesen Umständen auch nicht länger die „ihnen übertragene Sorge für die katholische Jugend“ tragen. Damit aber sei in Kürze die Jugend „für die Kirche verloren und ein Rückgreifen auf das Konkordat zwecklos“. Das Generalvikariat wird daher um „sofortige Hilfe und Unterstützung“ gebeten.

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