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Ereignisse
1934
Mai

Jungvolkführer möchte am Fronleichnamstag Fahne von Jungschar konfiszieren

Am Fronleichnamstag 1934 bemerkt der Führer des Kölner Fähnleins "Blücher", Kirchenlohr [? Name unleserlich], dass eine Jungschar eine Fahne mit sich führt, die er als eine "Fahrtenfahne" zu identifizieren glaubt. Gemeinsam mit einem von ihm verständigten Polizeibeamten aus Ehrenfeld versucht er festzustellen, ob es sich um eine geweihte Fahne oder um eine solche handelt, "die lediglich wieder einmal zu Provokationszwecken" gezeigt werde.

Als der Fahnenführer der Jungschar das Ansinnen bemerkt, versucht er in die Kirche zu flüchten, wird daran jedoch von dem Polizeibeamten gehindert. Der Jungvolkführer befindet sich, so ein Bericht über den Vorfall von der Gebietsführung Mittelrhein vom 7. Juli 1934, "allein zwischen der wütenden Menge", die in festgehalten und mit Fußtritten traktiert habe. "Es ist selbstverständlich", so der Bericht resümmierend, "dass derartige Vorfälle dazu dienen und dienen sollen, das Ansehen der nationalsozialistischen Bewegung beim Volke herunter zu setzen".

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