Eingliederung der evangelischen Jugend in die HJ
In Anwesenheit von Reichsbischof Müller wird die evangelische Jugend am 18. Februar 1934 in einem feierlichen Akt in Aachen offiziell in die HJ eingegliedert. Der Westdeutsche Beobachter feiert dies am 19. Februar 1934 als einen "großen Tag im Leben der evangelischen Gemeinde Aachens" und sieht darin ein Anzeichen für die "Einheit der deutschen evangelischen Christenheit". Die Kirche habe "freiwillig drauf verzichtet, die evangelische Jugend in Zukunft anders als in religiöser Hinsicht zu betreuen" und zwar aus der "Erkenntnis seiner unbedingten Notwendigkeit".
Die katholischen Jugendbünde werden bei der Gelegenheit aufgefordert, sich ebenfalls der HJ anzuschließen. An die Führer der Bünde gerichtet heißt es im Westdeutschen Beobachter: "Ihr habt bei der Jugend nichts zu suchen. Lehrt Ihr sie Gott lieben! Wir lehren sie Volk und Vaterland lieben! Weg mit den konfessionellen Jugendbünden!"