Die Gestapo Oldenburg berichtet
Katholische Kirche:
„Ein Teil der katholischen Geistlichen kann sich mit den neuen Verhältnissen anscheinend noch nicht recht abfinden. Von ihnen wird, meist in versteckter Weise, versucht, die katholische Jugend von dem Eintritt in die HJ und den BdM abzuhalten. Die Gegnerschaft gegen die HJ beruht z.T. darauf, dass angenommen wird, der Reichsjugendführer sei Anhänger der deutschen Glaubensbewegung und er werde daher versuchen, die katholische Jugend ihrem Glauben zu entfremden. Diese Geistlichen warnen auch vor der Bewegung der SA wegen deutschgläubiger Tendenzen. Sie legen die deutschgläubigen Bestrebungen der nationalsozialistischen Bewegung zur Last und üben abfällige Kritik an Maßnahmen der Regierung und der Partei. Die dagegen unternommenen polizeilichen Maßnahmen, Verhandlungen mit der Aufsichtsbehörde der katholischen Geistlichen, aufklärende Vorträge durch den zuständigen Minister und Zeitungsartikel haben ein Nachlassen dieser staatsfeindlichen Bestrebungen bewirkt und zu einer wesentlichen Befriedung geführt, so dass im verflossenen Monat ein Einschreiten [Schluss fehlt].“