Ausweitung des Totalitätsanspruchs der HJ durch Soziale Ämter
In einem vierspaltigen Artikel im Westdeutschen Beobachter stellt die HJ die Arbeit ihrer Sozialen Ämter vor und weitet damit ihren Totalitätsanspruch auf die Bereiche Berufslenkung, Arbeitsvermittlung, Berufsbildung, Beruf, Schule und Erholung aus.
Die Lenkung soll dabei mit einer gezielten Protokollierung des einzelnen Jugendlichnen in den unteren Einheiten beginnen, auf deren Basis später eine - angeblich - passgenaue Berufsberatung und Arbeitsvermittlung stattfinden soll. Zu Beginn des Berufslebens möchte die HJ dann durch zusätzliche Berufsschulung und die Bildung von "betriebskameradschaftlichen" Zusammenschlüssen weiterhin Einfluss auf die HJ ausüben.
Zur Erholung sollen Landheime der HJ dienen, in denen die Jugendlichen wiederum unter Aufsicht der HJ stehen, und es sollen "Freiland-Bauernstellen" für Jugendlichen aus den Städten vermittelt werden.
Überdies möchte die HJ den Arbeitsdienst verwalten und ausbauen.
Ziel soll es sein, durch eine "Kameradschaft der Tat die Jugend Adolf Hitlers zu einer unzerstörbaren Gemeinschaft" zusammenzuschweißen, denn dies sei die "beste Gewähr für die Zukunft der Nation".