Wende in der Jugendarbeit des Westbundes
Am 12. Juni 1934 wendet sich der stellvertretende Bundeswart des Westbundes, Johannes Busch, an die Vertrauenspfarrer in den Kreisgemeinden der Freien Evangelischen Synode im Rheinland und teilt ihnen mit:
„Wir stehen mit unserer Jugendarbeit an einer entscheidenden V/ende. Äußerlich gesehen wird vieles verschwinden, was bisher noch stark im Mittelpunkt stand. Aber wir sind der Überzeugung, dass trotzdem, vielleicht auch gerade dadurch eine Zeit neuen Segens und neuer Verheißung für unsere Jugendarbeit angebrochen ist.
Die Arbeit an den 10-18-Jährigen im Besonderen wird ja in Zukunft ohne alle äußere organisatorische Erfassung vor sich gehen müssen. Wir haben hier allein nur noch die Möglichkeit der reinen Wortverkündigung. Umso mehr ist uns der Weg gewiesen, diese Arbeit zusammen mit den Gemeinden durchzuführen. Deshalb bitte ich Sie herzlich, uns möglichst umgehend aus jeder Kirchengemeinde Ihrer Synode einen Pfarrer zu nennen, der bereit ist, mit uns für die Jugendarbeit einzustehen. Für' recht baldige Zusendung der Kamen und Adressen wären wir von Herzen dankbar, damit die Arbeit in den einzelnen Gemeinden sofort aufgenommen werden kann.“