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Ereignisse
1934
November

Der Amtsbürgermeister berichtet aus Erwitte

Im November 1934 berichtet der Amtsbürgermeister dem Landrat über die Entwicklung der katholischen Jungschar in Erwitte.

„Der Jugendbewegung wird seitens der Geistlichkeit nach wie vor die größte Aufmerksamkeit geschenkt, über die in meinem Lagebericht vom 23. Oktober ds. Js. erwähnte Jungschar des kath. Jungfrauenvereins in Erwitte konnten nur wenige Einzelheiten in Erfahrung gebracht werden. Die Gründung ist von Seiten des Pfarrers Klausenberg in Erwitte, der Präses des Jungfrauenvereins ist, betrieben worden. Die Jungschar kommt in 2 Abteilungen regelmäßig donnerstags und freitags zusammen. Die eine Abteilung wird von der 25 jährigen Elisabeth Rinsche in Erwitte und die andere Abteilung von der 15 jährigen Mathilde Sengeling in Erwitte geleitet. Wie bereits berichtet, besteht die Jungschar aus schulpflichtigen Mädchen. Die Kinder machen bei ihren regelmäßigen Zusammenkünften Handarbeiten und Heimspiele. Unterstützt werden die genannten Leiterinnen von der Leiterin des Kindergartens, Schwester Hemma. Es sollen an diesen Abenden regelmäßig ca. 20 Kinder da sein. Wenn man demgegenüber berücksichtigt, dass die Mädchengruppe im Jungvolk und in der Hitlerjugend gerade in Erwitte sehr schwach ist, so ist auch hieraus der berechtigte Schluss zu ziehen, dass ein Teil der Bevölkerung für ihre Kinder immer noch die von Geistlichen geleiteten Organisationen vorziehen.“

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