Der Bürgermeister berichtet aus Geseke
Ende Mai 1934 berichtet der Geseker Bürgermeister über die politische Lage und teilt mit, dass „irgendwelche öffentlichen oder versteckten Angriffe gegen den Nationalsozialismus sind in diesem Monat nicht zu verzeichnen“ gewesen seien. „Anlässlich des zur Verlesung gekommenen Hirtenschreibens des Erzbischofs wurde mit ganz besonderem Nachdruck betont, dass auch hier die Gläubigen sich unbedingt fest zusammenschließen müssten gegen das heute auftauchende Neuchristen- und Neuheidentum.“
Mit Blick auf die Geseker Jugend heißt es, dass innerhalb der Hitlerjugend „noch weiter eine starke Erregung gegen die hier immer noch bestehende Sturmschar“ bestehen würde. Zudem wird beklagt, dass der „Zusammenschluss der sporttreibenden Jugendbewegung“ vor Ort „noch immer nicht beendet werden“ konnte, weil „sich der hiesige Spiel- und Sportverein neuerdings dem entgegenstellt mit der Begründung, dass sie einer Neugründung eines einheitlichen Sportvereins nicht mehr zustimmen würden“. Die dort Verantwortlichen stünden vielmehr auf dem Standpunkt, „dass sie als der älteste und stärkste Verein keine Veranlassung hierzu hätten und dass Mitglieder der D.J.K. , die weiterhin Sport treiben wollten, als Mitglieder bei ihnen eintreten könnten“.