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Ereignisse
1934
Januar

HJ bittet Pfarrer um Unterstützung

Wie weit die Hitlerjugend zu Beginn des Jahres 1934 gerade in ländlichen Gebieten noch von dem Ziel totalitärer Jugenderfassung entfernt ist, belegt ein Beispiel aus Saerbeck, das zugleich die relative Strukturschwäche der HJ beleuchtet. Am 30. Januar 1934, dem ersten Jahrestag der NS-Machtübernahme, richtet die HJ-Führung in Münster ein Schreiben an den Saerbecker Pfarrer, in dem sie ihn zur Unterstützung für die zahlenmäßig stagnierende örtliche HJ aufruft: „Ich möchte Sie bitten, sich doch einmal dazu [zu] äußern[,] dass jeder deutsche Junge und jedes deutsche Mädel unserer Bewegung angehören müssen. Es würde nähmlich [!], wenn Sie sich dazu äußern würden, auf die Einwohner Saerbecks einen großen Eindruck machen. Ich bitte Sie nochmals dringend, den Leuten einmal zu sagen, wie nötig unsere Bewegung ist.“

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