Landjahr

Lagerbuch des Landjahrlagers in Pfahldorf (1941)

Die "Lagermannschaft" des Landjahrlagers in Pfahldorf, 1941


Dieses Lagerbuch enthält Schilderung über ein Landjahrlager, das 1941 im polnischen Słupy durchgeführt wurde, das damals Pfahldorf hieß und in der Nähe von Bydgoszcz (damals: Bromberg) im nördlichsten Kreis des von Deutschen okkupierten „Warthegaus" lag.

Neben der Beschreibung des Lagers, einer Schilderung des Besuchs des „Obersten Landjahrführers" und der obligatorischen ausführlichen Chronik der „Großfahrt" sowie einem umfangreichen Fototeil beinhaltet der mit zahlreichen Zeichnungen aufwändig ausgeschmückte Band auch einige Abschnitte, die Inhalte der ideologischen Schulung wiedergeben. Schulungseinheiten wie „Das historische Recht auf Ostdeutschland", „Die Entstehungsgeschichte der NSDAP" oder „Die Hauptrassen Europas" geben einen Eindruck von der Spannbreite der ideologisch-propagandistischen Beeinflussung der Landjahrteilnehmer. In dieses Bild fügt sich auch ein, dass unter der Überschrift „Die größten Schlachten der Weltgeschichte" offensichtlich ausschließlich die zu diesem Zeitpunkt ja noch überaus erfolgreichen Auseinandersetzungen auf dem östlichen Kriegsschauplatz verstanden werden, der seit Juni 1941 mit dem Überfall auf die Sowjetunion ja eine entscheidende Ausweitung erfahren hatte.

Der Band wir im Bestand „Landjahr" des Archivs der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein aufbewahrt.

Mein Landjahr
Landjahrlager Pfahldorf
1941

Unser Lager
Landjahrlager Pfahldorf

Unser Lager

Unser Lager, das Landjahrlager Pfahldorf, liegt im nördlichsten Kreise des Warthegaues, im Kreise Altburgund. Zwanzig Kilometer von Pfahldorf entfernt liegt die bekannte Stadt Bromberg. Das Lager liegt in einer der schönsten Landschaften, die der deutsche Osten aufzuweisen hat. Fruchtbare Äcker, dunkle Wälder, Hügel und Seen umgeben das in einem herrlichen Park liegende Lagergebäude. Bevor wir Landjahrpflichtigen in das weiße, langgestreckte Giebelhaus einzogen, wohnten darin die Besitzer des Gutes Pfahldorf. Der Hauptbau überragt die im Norden und Süden angebauten Seitenflügel. Durch den Haupteingang an der Ostseite kommt man in die große Vorhalle. Der hohe weite Raum mit der steinernen Diele macht einen feierlichen Eindruck. Durch die hohen Fenster zu beiden Seiten der mächtigen Eingangstür dringt das Licht in die Halle und läßt die an der gegenüberliegenden Wand aufgestellten Fanfaren noch blanker erscheinen. In einer Ecke steht ein runder Tisch und Stühle. Die Bauerntafel und das Dienstbrett schmücken die Seitenwände. Prächtig leuchtet der weiße Fliederstrauß auf dem alten Kachelofen. Türen führen in den Eßsaal, in den Schulungsraum und in die Schreibstube. Parkett und Gardinen machen die hellen Räume besonders schön. Zwei große Schlafstuben, der Wachraum, die Lagerführerwohnung, der Leseraum, die Gästestube mit dem Bad, die Küche und der Stolz unseres Lagers, der gekachelte Waschraum befinden sich ebenfalls im unteren Stockwerk. Das obere Stockwerk durchzieht ein langer Flur, von dem aus rechts und links Türen in die Schlafstuben führen. Die oberen Räume der beiden Anbauten finden als Speisekammer, Revier, Sport-, Werk- und Schuhraum Verwendung. Geräumig ist auch der Keller und der Dachboden.

Der Oberste Landjahrführer im Lager

An einem Sonntagmorgen, wir saßen gerade beim Frühstück, da läutete die Klingel des Fernsprechers Sturm. Der Lagerführer ging selber an den Apparat. Er kam wenige Minuten später wieder und verkündete uns allen, daß der Oberste Landjahrführer zu uns in das Landjahrlager Pfahldorf zu Besuch kommt. Die Aussicht auf einen solch hohen Besuch versetzte das ganze Lager in Aufregung. In den nächsten Tagen wurden der Garten und der Park besonders in Schuß gebracht. Was gab es da nicht alles zu schaffen! Auch unser Kameradschaftsführer hat geschwitzt, denn in der Kammer wollte die 3. Arbeitsgarnitur garnicht auf Kante bleiben. An den Abenden waren wir sehr müde und schliefen wie die Murmeltiere. Am Morgen des Besuchstages wurden die Betten frisch bezogen. Jeder von uns bemühte sich, ein besonders gutgebautes Bett hinzukriegen und den Spind tadellos in Ordnung zu bringen. Am frühen Mittag war es denn so weit. Der Lagerführer ging noch einmal durch das Haus um zu prüfen, ob auch wirklich alles in Ordnung war. Wir waren zum Appell angetreten, da fuhren schon ein, zwei, drei, vier .. fünf Wagen zum Lagertor hinein. Es entstiegen ihnen unsere Gäste, der Oberste Landjahrführer, der Landesbauernführer, ein Regierungsdirektor, die Landjahrführerin aus Posen, ein Bezirksführer aus Berlin, unser Landjahrbezirksführer und der Kreisleiter aus Altburgund. Nach der Meldung begrüßte uns der Oberste Landjahrführer mit: „Heil Hitler, Jungs!" Er unterhielt sich mit einzelnen Jungen und fragte uns, woher wir alle kämen, welche Berufe unsere Väter hätten und was wir werden wollten. Wir mußten den Gästen ein Lied vorsingen, und der Landjahrpflichtige Meier I mußte sich als Singeführer betätigen. Ich glaube, es hat ihnen gut gefallen. - Es folgte eine eingehende Hausbesichtigung. Wir traten auf die Stuben weg. Von jedem Stubenältesten bekamen die Gäste eine zackige Meldung zu hören. Im Eßsaal wurden inzwischen die Tische weiß gedeckt und ein festliches Essen aufgetragen. Es hat allen gut geschmeckt. Nach dem Mittagessen sprach der Landesbauernführer zu uns. Zur Verabschiedung meldete der Lagerführer dem Obersten Landjahrführer das angetretene Lager. Unser Fanfarenzug schmetterte einen Marsch und wir sangen das Lied: „Eine Kompanie Soldaten..." Wir stellten uns zu beiden Seiten der Ausfahrt auf und die Wagenkolonne fuhr langsam zum Tor hinaus.

Unser
Lagergarten
Masstab 1:800

Unsere Grossfahrt

Mittwoch, den 20.8.1941. - Still und verlassen liegt das Landjahrlager Pfahldorf in der Morgensonne. Plötzlich unterbricht ein Hornruf die Stille. „Alles aufstehen", donnert die Stimme des Lagerführers. Schnell springt alles aus den Betten. Es ist der 20. August, heute geht es auf Großfahrt. Endlich ist der ersehnte Tag da! Wie lange haben wir uns schon auf ihn gefreut und vorbereitet! Die Sachen werden aus den Spinden gerissen und gemeinsam werden die Affen gepackt. In Windeseile wurde alles verstaut und um 9 Uhr ist das Lager abmarschbereit angetreten. Mit einem schmetternden Fanfarenmarsch marschieren wir zum Lagertor hinaus in Richtung Bromberg. Traurig sehen uns die kranken zurückbleibenden Kameraden nach. - Wir ziehen mit frohem Mut auf der sandigen Landstraße entlang. In straffer Marschordnung geht es bis Netzwalde. Am Dorfausgang wird eine kurze Rast eingelegt. Die Affen werden scheinbar schwerer und schwerer. Die müden Beine wollen auch nicht mehr recht ihren Dienst versehen. Da sahen wir schon die Türme von Bromberg. Unser Tagesziel ist erreicht. Die Vorausabteilung wird in Marsch gesetzt. Die sollen ein Nachtquartier suchen und das Abendbrot bereiten. Mit erfülltem Auftrag kehrt sie zurück und führt das Lager zum Bauern Fredrich ins Quartier. „Alles im Badezeug antreten", erschallt die Stimme des Kameradschaftsführers. Im Laufschritt geht es zum Badeteich. Alles springt im Adamskostüm in das kühlende Naß. Nach der Rückkehr war das Abendbrot fertig, und schnell wurden die hungigen Mägen gesättigt. Nach einer kurzen Singestunde kriecht dann alles ins Heu. Die Stille von heute früh ist wieder eingekehrt. Kein Laut ist zu hören außer einem unregelmäßigen Schnarchen. - Es ist ½ 6 Uhr. Soeben hat der Bauer den Küchendienst geweckt. Schnell klettern wir aus den Decken und stecken den Kopf an die frische Luft. „Hu, es regnet". Nichts wie zurück und weitergeschlafen. Als der Regen etwas nachließ, standen wir auf. Es war glücklich Mittag geworden. Bald darauf steht die Fahrtengruppe angetreten. Nach einem Danklied geht es weiter dem zweiten Tagesziel Brahemünde entgegen. Der Marsch führt uns durch die alte deutsche Stadt Bromberg. Die Stadt, die für ihr Deutschtum 700 Menschen hat opfern müssen. Gleich am Dorfeingang von Brahemünde wird bei einem Bauern Nachtquartier bezogen. Die Tornister werden abgelegt, und alles bereitet sich auf den Ausgang vor. In tadelloser Uniform geht es zum Landjahrlager Brahemünde. Dort wird uns von den Mädels ein großer Empfang bereitet. Ein dreifaches „Landjahr Heil" schallt uns entgegen. Die köstliche Gemüsesuppe nimmt dann das ganze Interesse der Landjahrpflichtigen in Anspruch. Nach der Lagerbesichtigung steigt eine gemeinsame Abendrunde. Mit Volkstänzen und kleinen Vorführungen vergeht die Zeit wie im Fluge. Erst spät am Abend suchen wir bei dem Bauern unser Lager auf. Am Morgen verbreitet sich schnell die Kunde, daß wir auch den heutigen Tag in Brahemünde bleiben. Mit fröhlichem Gesang ging es die Kahnstraße entlang zum Landjahrlager. Allen sieht man die große Freude an. Die Mädchen, meist aus dem Memelland stammend, sind sehr ordentlich und freundlich zu uns. Auch für sie bedeutet unser Zusammensein eine schöne Abwechslung im Lagerleben. Nach dem herrlichen Mittag haben wir Landjahrpflichtigen den Mädels bei ihren Arbeitsgemeinschaften geholfen. Wagen um Wagen rollt mit Holz beladen in den Schuppen. Eifrig werden Steine gekarrt und Baumholz gehackt. Noch nie haben wir so fleißig gearbeitet. Aber unser Lohn bleibt nicht aus. Im Anschluß an den Kaffee dürfen wir mit den Mädchen spazieren gehen. Am Abend steigt wieder eine gemeinsame Abendrunde. Nach dem Spaziergang kehrt alles wieder in das Lager zurück. Nun heißt es Abschied nehmen. In fröhlicher Runde werden die letzten Stunden in Brahemünde verbracht. Abwechselnd steigen Gesellschaftsspiele und schöne Walzer. Spät am Abend rücken wir ins Quartier. Schlaftrunken taumeln wir aus dem Heu. Heute soll das Schiff kommen, das uns nach Danzig bringen wird. Frühzeitig rücken wir ab nach Brahemünde. Endlich, gegen Mittag trifft der Kahn ein. Gleich im Schleusenbecken gehen wir auf Deck. Viele von uns betreten zum ersten Male die Schiffsplanken. Doch dieses Mal haben es sich die Mädchen nicht nehmen lassen, uns zum Schiff zu begleiten. Ein schönes Lied ist ihr letzter Gruß.

Mit einem schmetternden Fanfarengruß verlassen wir die Brahe, und abwärts geht es auf der Weichsel Danzig zu. Weithin ist das Winken der zurückbleibenden Mädchen zu sehen. Schnell gleitet unser Schiff durch das träge dahinfließende Weichselwasser. Hier haben wir Gelegenheit, die erste polnische Wirtschaft zu „bewundern". Man sollte es kaum für möglich halten, wie man in 20 Jahren den gepflegten deutschen Strom so verkommen lassen konnte. Wilde Weidensträucher bewuchern die Ufer. Mitten im Weichselstrom dehnen sich große Sandbänke aus. Zwischen diesen muß unser Frachter hin- und herkreuzen. An Kulm, Schwetz, Graudenz, Neuenburg und Marienwerder geht es vorbei bis Kurzebrack. Hell leuchten die Burgen jener Städte im Sonnenschein. Gewaltige hellrote, gotische Backsteinbauten. Stolze Zeugen einer großen deutschen Zeit. Hier hat einst der deutsche Ritterorden seine segensreiche Tätigkeit gehabt. - Schon früh am Morgen geht es von Kurzebrack weiter weichselabwärts. Erst als das Schiff im [?] angelegt hat, erwachten wir in unserem Laderaum. Rasch geht es zum Waschen von Bord. Kaum sind wir fertig, da macht auch schon unser Schiff los. Immer näher rückt das Fahrtenziel: Danzig. Plötzlich durch Dirschau ändert sich das Landschaftsbild. Die Weidensträucher verschwinden, saftige Wiesen dehnen sich jetzt an den Ufern. Auf denen weiden wohlnährte Pferde und Kühe. Wir befinden uns im ehemaligen Freistaat Danzig. Hier wurde die Weichsel noch gehegt. Gegen Abend fährt unser Dampfer im Danziger Hafen ein. Auf ihm stehen frische Landjahrpflichtige in Reih und Glied angetreten. Viel Treiben herrscht unterm Krantor. Es ist Sonntag und die Danziger gehen am Hafen spazieren. Wir aber müssen im Laderaum wieder Nachtquartier beziehen.

Dieses Mal wird mit der Sonne zusammen aufgestanden. Früh geht es zur Jugendherberge, zur „Danziger Mutti". Dort werden die Tornister abgelegt und für das leibliche Wohl gesorgt. Im Anschluß daran werden wir in Gruppen geteilt, und es beginnt die Stadtführung. Die Marienkirche, das Rathaus, das Uphagenhaus, der Stockturm und der Artushof bilden die Hauptsehenswürdigkeiten Danzigs: Zeugen aus der stolzen Hansezeit.

Große Kaufleute haben sie einst bauen lassen, als ihre Stadt noch der Mittelpunkt des gesamten Ostseehandels war. Jetzt erinnern nur noch die gewaltigen Bauten an die so blühende Zeit der Hansa. Nach der Stadtbesichtigung gibt es endlich den ersehnten Freiausgang. Im Nu sind die Landjahrpflichtigen in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Keine Gasse Danzigs bleibt undurchforstet. Inzwischen ist auch ein Nachtquartier gefunden. In der Herrengartenkaserne verbringen wir die Nacht.

Müde und verschlafen eilen wir über die Flure. Es geht in die Waschräume, um den Schlaf aus den Augen zu waschen. Bald setzt sich unsere Fahrtengruppe zum Bahnhof in Marsch. Mit dem Zug geht es weiter nach Gotenhafen. Hier sehen wir polnische Architektur in ihrer höchsten Vollendung. Trostlose Würfelbauten umsäumen die Straße. Unser Marsch führt uns weiter zum Hafen. Leider ist es unmöglich, in den Kriegshafen zu kommen. Aber auch von ferne sehen wir einige „Pötte". Nicht lange verweilen wir in der Stadt, die der Stolz des gesamten polnischen Volkes war. Die Bahn bringt uns zurück nach Zoppot. Hier besichtigen wir den Kurgarten und tummeln uns auf dem Seesteg. Am Strand entlang geht es dann über Oliva, Langfuhr, zurück ins Quartier. Müde und abgespannt legt sich alles zur Ruhe.

Heute heißt es noch einmal tüchtig marschieren, und dann folgen Tage der Erholung. Bis nach Junkeracker soll es gehn. Zweimal werden wir mit einer Fähre übergesetzt. Bei Bohnsack und Schiewenhorst. Dann geht es auf gerader Landstraße weiter unserm Tagesziel zu. Viele Landjahrlager begegnen uns unterwegs. Nach mehreren Stunden Marsch ist unser Ziel erreicht. Eine Vorausabteilung rückt gleich an die Ostsee, um dort die Zelte aufzuschlagen. Erst im Dunkeln marschieren wir an den Strand. In dieser Nacht schlafen wir zum erstenmal in Zelten unter freiem Himmel. Eisig pfeift der Wind durch die schnellgebauten Zelte.

Es ist nur gut, daß es in der Nacht nicht geregnet hat, sonst wären wir ganz aufgeschmissen gewesen. Im Laufschritt geht es die Dünen hinunter zur Morgenwäsche. Schäumend schlagen die Wellen an den Strand. Ziemlich unruhig ist die See. Schon von weitem kann man das Rauschen vernehmen. - Zum zweitenmal geht es ins Landjahrlager Junkeracker. Auch jetzt bleiben wir nicht lange hier. Genau so schnell wie wir kamen geht es wieder zurück. Wir müssen die Zelte erst ordentlich errichten. Jede Kameradschaft muß sich ihr Haus bauen. Noch vor dem Mittag steht eine herrliche Zeltstadt in den Dünen: 6 große Zelte, im Sechseck angeordnet, in der Mitte das Wohn- und Befehlszelt. Ein dickes Moospolster liegt in jedem Zelt. Hell leuchtet das „Landjahrlager Pfahldorf" im Sonnenschein. Es besteht aus schönen weißen Seemuscheln. Die Kochstellen sind auch bereits in Betrieb. - Am Nachmittag ist Freizeit. In Turnhosen rennen wir am Strand umher, suchen Bernstein und Sandburgen. Da stellen sich auch schon die ersten Besucher ein. Die Landjahrlager Kirschdorf und Elsenau besichtigen unsere Zeltstadt. Langsam senkt sich die Sonne im Westen. Blutrot ist der Himmel gefärbt. Eine herrliche Abendstimmung. Wir sitzen dicht um das Feuer geschart und singen. Immer tiefer brennt das Feuer, bis es schließlich ganz verlöscht. Alles ist still. Schon längst ist der Zapfenstreich verklungen. Unheimlich hört sich jetzt das Meeresrauschen an. In der Ferne hört man das Motorgeräusch eines Küstenwachbootes. - Kriegsabend an der Ostsee!

Immer höher klettert im Osten die Sonne empor. Die Frühaufsteher der Vogelwelt sitzen schon auf den Bäumen und trillern lustig ihr Morgenlied. Langsam kehrt auch in unsere Zeltstadt wieder das Leben ein. Alles strömt aus den Zelten, um recht schnell die Decken zusammenzulegen. Welche Kameradschaft steht zuerst ordnungsgemäß angetreten? Das ist eine Hetzerei! Alles rennt, sich rasch waschen. Schnell werden die Uniformen angezogen. Da stehen auch schon die ersten und melden. In der halben Zeit, die wir sonst brauchen, steht das gesamte Lager. Der Vormittag und der Nachmittag sind dienstfrei. Jeder kann sich nach Belieben an der Ostsee tummeln. Die Bernsteinsucher nehmen wieder ihre alte Arbeit auf. Die Baumeister errichten gewaltige Burgen. Allzu schnell vergeht der Tag. Zufrieden kriecht abends alles in die Zelte.

Auch die letzte Nacht an der Ostsee haben wir ohne besondere Zwischenfälle hinter uns. Jetzt heißt's: „In einer Stunde wird abmarschiert". Die Zelte sind bereits gefallen. Alles ist wohl verstaut. Nichts erinnert mehr an die herrliche Zeltstadt. Durch den dichten Wald geht es dann wieder zurück nach Junkeracker. Weiter führt uns der Weg nach Steegen. Dort biegen wir ganz scharf ab nach Süden in Richtung Marienburg.

Immer mehr drückt der Affe. Auch der Magen meldet sich schon mächtig. Alles ist still. Das ist kein gutes Zeichen. Endlich in Tiegenhof wird eine kurze Rast gemacht. Die Quartiermacher schwärmen aus. In Rückenau finden wir dann eine Unterkunft. Nach einem kräftigen Abendbrot geht es gleich schlafen. Es dauert nicht lange, und alle schlafen wie die Murmeltiere. Am nächsten Morgen ist wieder allen die alte Frische zurückgekehrt. Es ist Sonntag. Das Wetter läßt auch nichts zu wünschen übrig. Was bedeutet aber für uns ein Sonntag? Es wird wie immer marschiert, diesmal Richtung Marienburg. Treu und bieder latschen wir die 20 km ab. Schon von weitem sehen wir die Türme der alten Ritterburg. Endlich war auch in Marienburg ein Nachtquartier gefunden. Noch am selben Abend sollten wir die Burg besichtigen. Da es aber schon spät war, war sie geschlossen. Wir konnten uns nur die Außenanlagen ansehen. Bald ging es dann zurück ins Quartier. In dieser Nacht schliefen wir wie die Fürsten auf Matratzen.

Wir hatten in unserem Quartier eine Duschanlage entdeckt. Diese Gelegenheit durften wir uns nicht entgehen lassen. Am Morgen erquickte sich alles an einer warmen Dusche. In kleinen Gruppen ging es auf dem schnellsten Wege zur Marienburg. Alle die bekannten Räume und Stätten der Burg wurden uns gezeigt, wo der deutsche Ritterorden seine Gäste empfing, Verträge abschloß und über Krieg und Frieden bestimmte. Gewaltig und packend zugleich ist der Anblick dieses mächtigen Backsteinhaus. Nach der Burgbesichtigung verlassen wir wieder die Stadt Marienburg. Wieder geht es weiter durch die westpreußische Landschaft. Zu beiden Seiten der Landstraße liegen saftige Wiesen und fruchtbare Äcker. Die Bauern sind eifrig beim Einfahren. Voll beladene Erntewagen fahren in die Höfe. Leer geht es wieder zurück auf das Feld. Ein ruhiges Laufen kennen die Pferde kaum. Es geht alles im Trab. Durch Stuhm hindurch bis nach Stuhmsdorf führt uns der Marsch. Auf einem großen Heuboden haben wir die Nacht verbracht. - Auch heute wird wieder marschiert. Durch die gleiche Landschaft wie gestern geht es Marienwerder zu. Nach einer kurzen Rast verlassen wir die Stadt. Jetzt geht es zur Weichsel. Mit einem Kahn werden wir an das andere Ufer befördert. Von dort geht es weiter nach Münsterwalde. Schon von weitem sehen wir das Landjahrlager. Das ist unser heutiges Ziel. Am Abend sind wir Gäste der Landjahrmädchen. Außer uns weilte noch ein Danziger Landjahrlager hier. Mit ihnen und den Gastgebern steigt eine fröhliche Abendrunde. Bald suchen wir aber unsere Scheune auf und legen uns ins Stroh.

Nach dem üblichen Morgendienst marschieren wir abermals zum Landjahrlager. Das andre Lager ist bereits anwesend. Es wird eifrig Völkerball gespielt. Unentschieden 1:1 trennen sich die Mädels von dem Danziger Landjahrlager. Nach einer kurzen Stärkung fordern uns die Mädchen heraus. Wir nehmen den Kampf an. Siegesbewußt betreten die Mädchen das Spielfeld. Bald mußten sie aber einsehen, daß mit uns nicht gut Kirschen essen ist. Mit einer 2:0 Niederlage zogen sie ab. Wir verließen nun auch Münsterwalde. Im Eilmarsch geht es nach Neuenburg. Ein schmaler Pfad führt uns dicht an der Weichsel entlang. Dunkle Wälder lösen die saftigen Wiesen ab. Von den Höhen hat man einen herrlichen Blick in das weite Weichselland. Eine weite, flache Landschaft dehnt sich aus. Grüne Wiesen, umgebrochene Felder, dazwischen einzelstehende Gehöfte. Hell glitzert das silberne Band der Weichsel in der Sonne. Wir haben aber wenig Zeit für solche Betrachtungen. Kurz hinter Neuenburg wird eine Rast eingelegt. Das Marschieren war für den Flohzirkus zu schnell. Abgespannt knallt sich alles in den Straßengraben. Diesmal haben wir Glück. Ein Lastauto kommt und nimmt uns mit bis nach Warlubien. Es ist eigentlich unser Marschziel. Da es aber noch früh am Tage ist, geht es weiter. Erst in Gruppe wird Quartier bezogen. Einige Leute werden sofort ausgeschickt, Kaffee zu organisieren. Wir haben uns schon längst schlafen gelegt, da kommt auch schon der Jakob mit seinem Kaffee an. Spät kommt er, doch er kommt!

Doch er kommt.

Heute wird zum letztenmal marschiert.

Von Schwetz geht es mit der Bahn zum Lager zurück. Leider müssen wir in Schwetz eine Enttäuschung erleben. Vor einer Stunde ist der Zug, mit dem wir nach Bromberg fahren wollten. abgefahren. Wir marschieren nun zum Bahnknotenpunkt Terespol. Dort wollen wir die Nacht verbringen. Am heutigen Tag geht aber auch alles schief. In ganz Terespol ist keine Bleibe. Es wird beschlossen, heute noch nach Bromberg zu fahren. Auf dem Bromberger Bahnhof entdecken wir zu unserer großen Freude, daß wir noch weiter nach Schubin fahren können. Um ½ 10 Uhr verläßt unser Zug die Bahnhofshalle. Spät am Abend ist Schubin erreicht.

Im Nachtmarsch geht es nun nach Pfahldorf. Schweigend ziehen rechts und links der sandigen Straße die Jungen in zwei Reihen entlang. Gespensterhaft erscheint die Landschaft im hellen Mondlicht. Um 1 Uhr treffen wir mit einem schmetternden Fanfarenmarsch im Lager ein. - Die Großfahrt, der Höhepunkt des Landjahres, ist beendet. Für alle wird sie eine bleibende Erinnerung sein.

 

Volkstanz mit den Arbeitsmaiden

Schon oft wurde der Wunsch von uns geäußert, einige Volkstänze lernen zu dürfen. Auch die Arbeitsmaiden in Königsrode hatten diesen Wunsch. So gingen wir mit freudigen Gesichtern, aber auch gespannt auf das Kommende, nach Königsrode. Auf einer Wiese begann nun der langersehnte Volkstanz. Der Lagerführer, in dessen Händen ja die Leitung lag, forderte uns auf, eine Maid zu holen. Etwas schüchtern, aber zugleich auch stolz wählte jeder Landjahrpflichtige eine Arbeitsmaid. Der erste Versuch glückte nicht richtig. Es wurde zu oft auf die Füße getreten, aber auch so etwas nimmt man in Kauf. Es wurde schließlich immer besser und besser. Bald konnten wir einige Tänze, und traten schon nach wenigen Übungsstunden bei der Einweihung der Badeanstalt vor die Öffentlichkeit. Auch bei den Bauerntagen tanzten wir gemeinsam mit unsern Bauern. Als nun die neuen Arbeitsmaiden eintrafen und sie von Volkstanz hörten, wollten sie nicht zurückstehn. Nun lernten wir „Erfahrenen" die Arbeitsmaiden an. So pflegen wir hier im Osten den deutschen Volkstanz gemeinsam mit den Bauern.

Aus der Schulung

Eine Trommel geht in Deutschland um,
und der sie schlägt der führt.

ABCDEFGHIJKLM
NOPQRSTUVIW
123456XYZ7890
AABKREFMMNNUVWI
ABCDEFGHIJKLMN
OPRSTUVWXYZE

Die
grössten
Schlachten
der
~Welt~
Geschichte

Das historische Recht auf Ostdeutschland

Ein Überblick über die vieltausendjährige Frühgeschichte Ostdeutschlands zeigt, - den Funden u. wissenschaftl. Forschungen entsprechend, - anerkannt von deutschen wie von ausländischen Forschern, folgendes Bild:

In der Älteren und Jüngeren Steinzeit leben in Ostdeutschland überwiegend nordrassige Menschen.

In Beginn der Jüngeren Steinzeit (um 3000 v. d. Z.) wird Ostdeutschland zu einem Grenzland, das von Völkern verschiedener Kulturen bewohnt ist. Von 2500 bis etwa 1800 v. d. Z. hat Ostdeutschland aufgehört, Grenzland zu sein, es ist von den aus dem Nordwesten kommenden Indogermanen besiedelt und beherrscht worden.

Von 1800 bis 700 v. d. Z. erleidet Ostdeutschland wieder das Schicksal eines Grenzlandes, in dessen Besitz sich mehrere Völker teilen, von denen aber die Germanen das bedeutendste sind. Vom vierten Jahrhundert v. d. Z. bis etwa zum 8ten Jahrhundert v. d. Z. ist Ostdeutschland ein reingermanisches Land. Heimat unsrer Vorfahren, deren Erben wir nach Recht des Blutes wie der Geschichte sind. Nur kleine Teile wie Schlesien westlich der Oder und Ostpreußen östlich der Passage sind im Besitz von Kelten und Balten. Die Slawen treten entscheidend erst vom achten Jahrhundert n. d. Z. an in die Geschichte Ostdeutschlands ein. Zu dieser Zeit ist das Land aber wieder zum Grenzland zwischen Slawen, Deutschen und nordgermanischen Wikingern - sowie in Ostpreußen den alten Preußen - geworden.

Der deutsche und wikingische Einfluß wirkt sich auch in dieser Zeit entscheidend aus. Von 1200-1466 gewinnt der Deutsche Ritterorden Ostdeutschland. Nach der Zurückgewinnung durch das Schwert werden Bauern angesiedelt, Städte gegründet und das land wird kultiviert.

Von 1300-1450 hat die deutsche Hansa starken Einfluß auf Ostdeutschland. Der Handel blüht und viele Städte werden gegründet.

Vom 13. Jahrhundert ab werden immer größere Teile Ostdeutschlands von Fürsten, Rittern, Mönchen, Bauern und Bürgern beherrscht und immer mehr slawische Stämme müssen die deutsche Oberhoheit anerkennen. Die Slawen (einschließlich der Polen) verdanken einen entscheidenden Teil ihrer Kultur und ihres staatlichen Lebens den Germanen und den Deutschen.

Während der Reformationszeit setzt eine neue Welle der Besiedlung Ostdeutschlands durch die Protestanten ein.

Unter Friedrich dem Großen werden Warthe- und Netzebruch entwässert und dort viele deutsche Familien angesiedelt.

Das historische Recht auf den Boden Ostdeutschlands steht also einwandfrei uns Deutschen als den Bluts- und Rechtsnachfolgern der Germanen zu. Der wenigstens 1200 Jahre währenden Besiedlung Ostdeutschlands durch Germanen haben die Slawen nur 400-500 Jahre entgegenzusetzen, in denen sie zwar das Land siedlungsmäßig überwiegend in Besitz hatten, aber unter germanisch-deutscher Führung standen.

Die Geschichte spricht also den Raum der Elbe, auch den zwischen Oder und Weichsel uns Deutschen zu. An dieser Tatsache kann auch die rechts- und staatsgeschichtlich sehr verwickelte Zeit nach dem 12. Jahrhundert nichts ändern.

Die Entstehungsgeschichte der N.S.D.A.P.

Mit Adolf Hitler fanden sich in München einige Männer zusammen, die den Entschluß faßten, durch Gründung einer neuen Partei für ein neues Deutschland zu kämpfen und zu arbeiten. Hitler wurde ihr Führer. Am 9. November 1923 marschierte er, nachdem er die damalige Regierung für abgesetzt erklärte, mit den Anhängern seiner Partei durch München. An der Feldherrnhalle brach der Zug zusammen, weil er von der Landespolizei beschossen wurde. Die Hoffnung auf eine Erhebung Deutschlands zerbrach. 16 Getreue des Führers ließen ihr Leben im treuen Glauben an die Wiederauferstehung ihres Volkes. Der Führer wurde verhaftet und vom Volksgericht zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Während dieser Zeit schreibt der Führer das Buch: „Mein Kampf". Wegen seiner guten Führung während der Festungshaft wurde er jedoch schon am 20.12.1924 entlassen. Mit Mut und ungebrochener Willenskraft begann er den Freiheitskampf von Neuem. Der Kampf war schwer. Während seiner Haft war die Partei aufgelöst und verboten. Die Arbeiter waren verhetzt, die Nationalsozialisten verlacht und beschimpft. Ja, sie wurden sogar verfolgt, vor Gericht geschleppt, abgeurteilt und hart bestraft. 350 S.A. Männer gaben ihr Leben für das neue Deutschland hin, Tausend wurden verletzt. Je größer die Not im Reich wurde, umso mehr wuchs die Partei an und je näher der Sieg der Nationalsozialisten war, desto erbitterter wurde der Kampf der Kommunisten, Sozialdemokraten und vor allem der Juden. Mit allen nur erdenklichen Mitteln zogen sie gegen Hitler zu Felde. Als die Not am allergrößten und das Reich in höchster Gefahr war, rief das Vertrauen des Reichspräsidenten den Führer am 30.1.1933 auf den verantwortungsvollen Posten des deutschen Kanzlers.

Die Hauptrassen Europas

1.) Die nordische Rasse: a) körperliche Eigenschaften: Die Menschen nordischer Rasse sind hoch und schlank gewachsen, ihre Körperhöhe beträgt beim erwachsenen Mann etwa 1,75 m. Sie sind langschädelig und schmalgesichtig mit vorspringendem Kinn. Die Augen sind hell. Die Nase setzt hoch an und hat einen schmalen Rücken. Das Haar ist weich und hellblond, die Hautfarbe rosig-weiß.
b) geistige Eigenschaften: Beim nordischen Menschen sind die Führereigenschaften besonders stark ausgebildet. Mut, Treue, Tapferkeit und Zähigkeit zeichnen ihn vor andersrassigen Menschen aus. Er erscheint uns immer als arbeitsamer, willensstarker und verantwortungsbewußter Mensch. Auch die körperliche Reinlichkeit fällt uns auf. Er liebt die Freiheit und die Gerechtigkeit. Eine andere Eigenschaft ist der Trieb in dieWeite. - Der Siedlungsraum erstreckt sich um das Ost- und Nordseegebiet.

2). Die westische Rasse.
a) körperliche Eigenschaften: Die Menschen der westischen Rasse sind klein gewachsen, ihre Körpergröße ist im Mittel beim Mann 1,61 m. Wie der nordische Mensch ist auch der westische langschädelig und schmalgesichtig, hat aber ein weniger ausgesprochenes Kinn. Die Nase ist schmal, das weiche Haar braun oder schwarz. Die Augen sind dunkel und zurückliegend. Die Hautfarbe geht ins Bräunliche über.
b) geistige Eigenschaften: Beim westischen Menschen fällt uns besonders die Munterkeit und die Beweglichkeit seines Geistes auf. Er ist nicht so stetig und geduldsam wie der nordische Mensch. Der westische Mensch ist ebenso schnell in gehobener Stimmung wie in niedergeschlagener. Er ist neugierig und veränderungssüchtig, handelt nach Gefühl, nicht nach Verstand. Er liebt das Farbenprächtige (Trachten). - Diese Rasse hat das Mittelmeergebiet als Siedlungsraum gewählt.

3) Die ostische Rasse:
a) körperliche Eigenschaften: Der ostische Mensch ist kurz gewachsen, seine Körperhöhe ist im Mittel beim Mann 1,63 m. Er ist kurzschädelig und breitgesichtig, sein Kinn ist stumpf und rund. Die Nase ist kurz und stumpf. Das harte Haar ist braun oder schwarz. Die Augen sind braun und weit nach vorn liegend. Ihre Hautfarbe ist bräunlich.
b). geistige Eigenschaften: Der ostische Mensch lebt ziemlich zurückgezogen und liebt das Seßhafte. Er ist leicht mürrisch, aber hat viel Geduld, besitzt keine Führereigenschaften, daher untertänig. Er führt ein gutes Familienleben. - Die ostische Rasse finden wir in Ostfrankreich und in Galizien.

4) Die ostbaltische Rasse:
a) körperliche Eigenschaften: Der ostbaltische Mensch ist derbknochig, kräftig, und kurzgewachsen. Seine Körperhöhe erreicht beim Mann etwa 1,64 m. Der im Vergleich zur Körperhöhe besonders große und schwer wirkende Kopf ist kurz, breitgesichtig und mit unausgesprochenem Kinn, aber mit breitem, massigen Unterkiefer. Er hat eine ziemlich breite, eingebogene Nase mit flacher Nasenwurzel. Das Haar ist hart und hell. Die nach vorn liegenden Augen erscheinen leicht schiefgestellt. Die Haut ist hell, hat einen leicht grauen Ton.
b) geistige Eigenschaften: Der ostbaltische Mensch ist gutmütig, schweigsam, ernst, scheu, genügsam, schwermütig, neidisch und rachsüchtig. Er achtet wenig auf die Reinlichkeit (schlechte Wohnverhältnisse). - Er besiedelt das Baltikum.

3) Die dinarische Rasse.
a) körperliche Eigenschaften: Der dinarische Mensch ist hochgewachsen. Der Mann wird im Durchschnitt 1,74 m. Der Schädel ist kurz, das Hinterhaupt steil, das Gesicht schmal, aus dem die Nase hervorspringt (Adlernase). Das Haar ist braun oder schwarz, die Augen sind braun und die Haut ist bräunlich.
b) geistige Eigenschaften: Der dinarische Mensch ist tapfer, verläßlich, stolz, ehrliebend, selbstbewußt und leicht erregbar. Er liebt das Stimmungsvolle und eignet sich gut zum Schauspieler. - Er bewohnt hauptsächlich das Alpengebiet. (Alpine R.)

6). Die fälische Rasse.
a) körperliche Eigenschaften: Der fälischen Rasse zugehörige Menschen sind sehr hochgewachsen, der Mann erreicht durchschnittlich eine Größe von 1,78-1,80 m. Er ist lang- bis mittelköpfig, breitgesichtig mit ausgesprochenem Kinn und breitem Unterkiefer. Die Nase ist von mittlerer Breite. Das Haar ist hell. In niedrigen Höhlen liegen die hellen Augen. Die Hautfarbe ist auch hell.
b) geistige Eigenschaften: Der fälische Mensch ist zuverlässig, treu, verschlossen, starrköpfig und wenig entgegenkommend. Er ist sehr zum Grübeln geneigt, hat aber keinen Führerdrang und keine Angriffslust. - Sein Siedlungsraum ist West, Nordwest-Europa. (Westfalen)

Die Vererbung bei Mischung von verschiedenem Erbgut

[Hier bricht der Text ab.]

FOTOSTRECKE
Quelle: Archiv der deutschen Jugendbewegung (Burg Ludwigstein), Bestand "Landjahr"