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KLV-Fotoalbum von Hans Quodt (KLV-Lager in Petrowitz, 1941)

Dieses Fotoalbum wurde dem NS-Dokumentationszentrum von Hans Quodt im Jahr 2000 zur Verfügung gestellt. Es zeigt Eindrücke aus den KLV-Lagern in Geretsdorf und Burgkirchen, zu denen hier noch weitere Materialien - u.a. eine ausführliche Lagerchronik - einsehbar sind. Bereits 1941 war Hans Quodt erstmals in das KLV-Lager „Sadollamühle“ in Petrowitz in der Nähe des damaligen Kattowitz in Oberschlesien ver4schickt. Hierüber berichtete er im Jahr 2000:

„Es handelte sich bei der Zusammenstellung des KLV-Transports nicht um eine gemeinsame Schulklasse, sondern um Teilnehmer aus verschiedenen Schulen Kölns. Die Namen des begleitenden Lehrers sowie des Lagermannschaftsführers, wie auch der Mitschüler sind mir nicht mehr erinnerlich, bis auf meinen Jugendfreund Peter Clemens; damals wohnhaft Neußer Str. 317 in Köln-Nippes. Unsere Bekanntschaft ging über den gemeinsamen Besuch des evangelischen Kindergartens, Köln-Nippes, Scharnhorststraße (am Leipziger Platz) und über die Volksschulen Steinberger- und Gellertstraße in Köln-Nippes. Heutiger Verbleib bzw. Adresse ist mir unbekannt.

Die Abfahrt am 31. Januar 1941 erfolgte von Deutz-Tief, morgens früh. 36 Stunden Fahrzeit bis nach Kattowitz brauchte der Sonderzug. Dabei gab es häufige Verzögerungen wegen der Truppentransporte zur Ostfront und Verpflegungs-Stationen; d.h., 36 Stunden im D-Zug-Abteil über Tag und Nacht mit ausgezogenen Polsterbänken, die in der Mitte durch Koffer zur Liegefläche ausgefüllt wurden. Unsere Ankunft war am 1. Februar 1941 abends im hellerleuchteten Kattowitz, wogegen wir in Köln nur Verdunklung kannten. Eindrucksvoll auch zu sehen die Pferdeschlitten auf dem verschneiten Bahnhofs-Vorplatz Kattowitz. Die Weiterfahrt erfolgte mit Bus nach Petrowitz, Sadollamühle.

Meine Erinnerungen werden hier kurz - in tabellarischer Form - aufgeführt:

Nettes in der Natur gelegenes Haus mit Kahnweiher / Ausflugsziel vieler Kattowitzer im Sommer.

18.02.1941 bei verharschtem Schnee Geländelauf in nur leichter Sportkleidung und Turnschuhen, Beginn in der ersten Frühjahrssonne, dann im noch fremden Wald verirrt, Kälte und Dämmerung brach an, ein Suchtrupp holte uns nach etwa drei Stunden zurück.

Mehrere Besuche in Kattowitz, auch zur Badeanstalt und Freibad / Wanderungen Richtung Nikolai zum Aussichtsturm / Filmvorführungen in der Waldschule von Idaweiche / Schifahren, Kinobesuche, Lagerbauen in der Natur / Schneeschmelze mit Überschwemmung / Baden im Weiher, hier habe ich das Schwimmen erlernt / Paddeln und Tretbootfahren mit „Seeschlacht“ / Altmaterialsammeln in Panevnik / Reichssportwettkampf / Besuch in Linzimski, Gleiweitz und Königshütte III / Marsch nach Birkenheim mit Baden.

Am 1.8.1941 war unser Umzug nach Bilchengrund nach Gleiwitz (Keine Bilder und keine Erinnerungen mehr vorhanden).

Erinnerungen nur aus Aufzeichnungen: Bunter Abend mit BDM, Treffen im Nachbarort, Fußball im Park, Filmvorführungen.

Die Heimfahrt nach Köln erfolgte am 15. September 1941.“

Über seine Zeit in Geretsdorf und Burgkirchen liegen leider keine Erinnerungen vor.