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Historische Filme

Es sei, so betont Johannes Etmanski, „bedauerlich und unverständlich“, dass die historische Forschung die über 100 Jahre alte Quellengattung „Film“ noch immer weitgehend vernachlässige.[1] Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von oft „erschwerten Zugangs- und Benutzerbedingungen in Filmarchiven über die Frage, ob der Film als Primär- oder lediglich als Sekundär-Quelle zu betrachten ist, bis hin zu methodischen Problemen beim Umgang mit dem Medium Film“. Insbesondere macht Etmanski in der Geschichtswissenschaft aber einen Mangel an einer eigenen Kategorie der filmischen Quellenkritik und Quellenkunde und damit letztlich an einer Art „Geistesgeschichte des Films“ aus, wie sie seit den 1970er Jahren eingefordert werde. Zum Quellenwert von Filmen wie überhaupt zur Geschichte von Film und Kino sind hier an anderer Stelle ausführliche Informationen zugänglich.

Das in den „Editionen zur Geschichte“ versammelten historischen Filme setzen sich aus offiziellem, halboffiziellem und privatem Material zusammen. Von Selbstdarstellungen von Jugendgruppen und deren Veranstaltungen bis zu NS-Propaganda-Filmen ist hier ein breites Spektrum versammelt, das einleitend jeweils – naturgemäß je nach aktuellem Wissensstand – kommentiert ist.

Fußnoten

[1] Etmanski, Johannes: Der Film als historische Quelle. Forschungsüberblick und Interpretationsansätze; in: Klaus Topitsch/Anke Brekerbohn (Hgg.): Der Schuss aus dem Bild. Für Frank Kämpfer zum 65. Geburtstag, München 2004, S. 67-77