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Ereignisse
1938
September

Essener Jugendpfarrer Wilhelm Busch erklärt Austritt aus Westbund-Vorstand

Der Essener Jugendpfarrer Wilhelm Busch bittet angesichts Arbeitsüberlastung um seine Entlassung aus dem Westbund-Bundesvorstand. Er schreibt: „Erlauben Sie mir auszusprechen, was mich schon lange bedrückt. Ihr Vertrauen hat mich seinerzeit in den Bundesvorstand berufen. Und ich bin dem Rufe freudig gefolgt. Inzwischen hat sich aber für mich die Lage sehr verändert. Meine Jugendarbeit ist hier so schwierig geworden, dass alles darauf ankommt, dass ich mit großer Treue auch die kleinsten Kreise pflege. Nun habe ich jeden Dienstagnachmittag eine Stunde für Sextaner bis Quintaner; und später eine Stunde für Sekundaner und Primaner. Ich habe mir oft vorgenommen, mich vertreten zu lassen, um an den Bundesvorstand Sitzungen teilzunehmen. Aber jedes Mal wenn die Sache aktuell wird, finde ich nicht den Mut dazu. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, wie lästig Leute sind, die nicht erscheinen. So möchte ich Sie bitten, mich aus dem Bundesvorstand wieder zu entlassen. Dass meine ganze Liebe und Treue nach wie vor dem Bund gehört, dessen können Sie gewiss sein. (...) Und wenn Sie meinen geringen Dienst brauchen können, stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung. Aber es scheint mir richtig zu sein, wenn ich im Bundesvorstand den Platz freimache für junge, eifrige Kräfte, die sich eher frei machen können. Ich will also mit diesem Brief aus dem Bundesvorstand ausscheiden, aber nicht aus Ihrer Gemeinschaft und nicht aus Ihrer Liebe."

Sein Bruder Johannes Busch reagierte als Bundeswart und bittet Wilhelm Busch nach einer Sitzung des Bundesvorstands in dessen Namen dem Vorstand doch weiter anzugehören. An Dienstagnachmittagen sei er dann künftig freigestellt. Es bleibt offen, ob Wilhelm Busch dieser Bitte entsprochen hat.

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