Menü
Ereignisse
1938
Oktober

Ortsgruppenleiter fordert Heime für HJ

Der Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Sennelager, Walter Bathel, wendet sich am 14. Oktober 1938 an Amtsbürgermeister von Gerstein in Neuhaus, um zu erreichen, dass BDM und HJ geeignete Räume für ihre Heimabende zur Verfügung gestellt werden. Die HJ muss zu dem Zeitpunkt mit einem Klassenzimmer vorlieb nehmen, was Bathel nicht für geeignet ansieht: „Meines Erachtens ist ein Klassenzimmer doch kein Heim, kein Raum, der so ausgestaltet werden kann, um den Charakter des Alltags abzulegen, um der Jugend das zu geben, was sie in ihrer Gemeinschaft sucht.“ Der BDM ist sogar noch weniger adäquat untergebracht und kann nur ein Zimmer in dem „alten Ducksteinschen Haus“ nutzen, das in einem sehr schlechten Zustand ist. „Bei schlechtem Petroleumlicht müssen sie ihre Heimabende abhalten und arbeiten.“ Hinzu komme noch, dass das Haus verkauft werden solle und man daher mit einer Kündigung des Zimmers rechnen müsse.

Als Alternative schlägt Bathel daher eine an der Bielefelderstraße gelegene Halle eines Herrn Volkenrath vor. Diese könne gut als Jugendheim hergerichtet werden. Ansonsten könnte auch der massive Teil der alten Schule entsprechend instand gesetzt werden. „Es geht nicht an, dass wir unsere Jugend vernachlässigen und hier nicht helfen, zumal dieses nur Beiträge kostet, welche bei weitem tragbar sind.“

Von Gerstein bemerkt handschriftlich auf dem Zettel seine generelle Zustimmung und will die Sache prüfen lassen.

Baum wird geladen...