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Ereignisse
1938
Februar

Auflösung des Jungmännervereins in Stieldorf

In Stieldorf wird am 1. Februar 1938 der Jungmännerverein aufgelöst und Wimpel, einige Hefte der „Wacht“ und zwei Konten mit kleineren Beträgen beschlagnahmt. Der ebenfalls konfiszierte Stehfilmappart und eine Leinwand werden nach Intervention des Vikars beim Amtsbürgermeister zurückgegeben, da sie Privateigentum sind.

Zudem wird bei der Aktion das Arbeitszimmer des Pfarrers in dessen Abwesenheit nach Material der ebenfalls als aufgelöst erklärten Jungfrauenkongregation durchsucht und schließlich einige Hefte und ein altes Mitgliederverzeichnis mitgenommen. Nach Rückkehr des Pfarrers erscheinen am Abend erneut zwei Polizeibeamte, die zudem die Fahne der Kongregation in der Sakristei beschlagnahmen. Überdies holen sie bei der Präfektin die Kasse in Höhe von 80,- RM ab.

Am 3. Februar erfährt der Pfarrer beim Amtsbürgermeister, dass die Auflösung der Kongregation durch Einschreiten des Erzbischöflichen Generalvikariats in Köln rückgängig gemacht worden ist. Die Fahne und die Hefte erhält er daraufhin zurück, auch die Rückzahlung des Geldes wird zugesagt, dann aber immer wieder verschoben. Am 13. Februar bittet der Pfarrer daher das Erzbischöfliche Generalvikariat in Köln um Unterstützung.

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